Supermärkte bewegen – Menschenrechte schützen!

Wie schon beim ersten Teil der Tour unterstützen wir auch in diesem Jahr Oxfams Kampagne für die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten bei der Produktion von Waren, die in unseren Supermarktregalen landen. Die vier größten nutzen ihre enorme Macht jedoch bislang vor allem aus, um Druck auf Produzenten auszuüben und die Einkaufspreise ins Bodenlose zu drücken. Dieser Druck wird weitergegeben an die Arbeiter/innen, die unser Essen – etwa Südfrüchte wie Bananen, Mangos und Ananas – produzieren und ernten. Sie erleiden schwere gesundheitliche Schäden durch Pestizide und können von ihrem Lohn nicht leben, ja sich nicht einmal Arztbesuche leisten.

Diese Zustände müssen ein Ende haben, und durch die Kampagnen-Erfolge der letzten Jahre sehen wir uns bestätigt, dass Veränderung möglich ist.

Bei Lidls größtem Ananas-Lieferanten in Costa Rica beispielsweise ist die Mehrheit der Arbeiter/innen jetzt direkt angestellt. Außerdem sind die Angestellten nun sozialversichert und verdienen den Mindestlohn. In Costa Rica wurde das gefährliche und hochgiftige Pestizid Bromacil gar komplett verboten. Auch auf einer Bananenplantage in Ecuador, die deutsche Discounter beliefert, gab es Verbesserungen beim Gesundheitsschutz: Die Arbeiter/innen müssen nun nicht mehr direkt nach dem Sprühen giftiger Pestizide auf die Plantagen. 
Diese Verbesserungen machen Mut und sollen zur Regel werden.

Deshalb fordern wir zusammen mit unseren Freunden von Oxfam die Supermärkte auf, ihre Macht endlich sinnvoll zu nutzen und sicherzustellen, dass die Produkte, die in ihren Regalen landen, ohne Menschenrechtsverletzungen produziert wurden.

Sie sollen Arbeits- und Menschenrechte auf den Plantagen schützen und sich dazu verpflichten, Transparenz zu schaffen und lokale Gewerkschaften zu fördern.

Hier geht‘s zum Appell

Indem sie ihre Marktmacht missbrauchen und den Produzenten ruinöse Preise diktieren.

Große Konzerne drücken sich davor, ihren fairen Steuerbeitrag zu leisten. Das bedeutet weniger Geld für Bildung, Gesundheit und soziale Sicherheit.

Gemeinsam gegen Rassismus. Eine Aktion von PRO ASYL unterstützt von den Toten Hosen.

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