Interview mit José Palazón und Maite Echarte (PRODEIN):
„Gefängnis unter freiem Himmel“
Im März 2007 initiierte PRO ASYL eine Postkartenaktion gegen die furchtbaren Zustände an der spanisch-marokkanischen Grenze in Melilla. Seither haben Tausende von Menschen schriftlich an die Regierungen Spaniens und Marokkos appelliert, die Menschenrechte zu achten und Schutzsuchenden gefahrenfreien Zugang nach Europa zu gewähren. José Palazón und Maite Echarte leben in Melilla und kümmern sich um den Schutz und die Belange unbegleiteter Flüchtlings- und Migranten-Kinder. Dafür erhielten sie jetzt den PRO-ASYL-Menschenrechtspreis. Breiti hat die beiden Preisträger getroffen und für uns interviewt.
Herzlichen Glückwunsch zum Menschenrechtspreis von PRO ASYL! Was bedeutet dieser Preis für die Arbeit in eurer Heimat?
Maite: Der Preis bedeutet uns sehr viel. Einerseits stellt er eine persönliche Anerkennung unserer Arbeit dar. Andererseits ist es auch sehr wichtig, dass dadurch unsere Arbeit öffentlich gemacht wird. Melilla ist eine ziemlich kleine und teilweise sehr rassistische Stadt. Daher ist es für uns sehr wichtig, dass PRODEIN ausgezeichnet wurde und dadurch andere Menschen davon erfahren, wie wir uns dagegen wehren.
Wie muss man sich das vorstellen, in einer Stadt zu leben mit einem sechs Meter hohen Grenzzaun?
Maite: Melilla liegt auf spanischem Territorium, direkt an der Grenze zu Marokko, und hat offiziell 70.000 Einwohner. Die Stadt sieht eigentlich aus wie ein Halbmond und hat eine Länge von zwölf Kilometern, genauso lang ist der Grenzzaun. Die ganze Stadt besteht also aus Zaun und ist gerade einmal zwei Kilometer breit. Man lebt ein bisschen wie in einem Käfig. Egal, wo man entlang läuft: Der Zaun ist immer präsent. Immer wieder stößt man auf ihn.
Der Grenzzaun zu Marokko in Melilla. "Die ganze Stadt besteht also aus Zaun und ist gerade einmal zwei Kilometer breit. Man lebt ein bisschen wie in einem Käfig."
Was passiert, wenn man sich dem Zaun von außen nähert?
José: An der Grenze wird scharf geschossen. Sobald du den Zaun berührst oder drüber steigen willst, haben die marokkanischen Grenzbeamten Schießbefehl. Wenn du es schaffst, über den ersten Zaun zu kommen, der sechs Meter hoch ist und oben NATO-Stacheldraht aufweist, fällst du in eine Grenzanlage. Hier wartet erst einmal eine ordentliche Dosis Pfefferspray auf die Flüchtlinge. Und wenn man das überlebt hat, muss man noch einmal sechs Meter hoch über den nächsten Zaun, der auch voller Stacheldraht ist.
Wie stellt sich die rechtliche Situation für die Flüchtlinge dar?
José: Die Mitte des Zaunes, ein Zwischenraum von nicht mehr als zwei bis vier Metern, ist spanisches Gebiet. Dort müsstest du eigentlich das Recht haben, einen Asylantrag zu stellen. Aber die Spanier versuchen, die Leute sofort wieder auf die marokkanische Seite rüber zu schicken, und schießen mit Gummigeschossen. Wenn in dem Zwischenraum jemand getroffen wird, dann müssten die Leute eigentlich auf die spanische Seite gebracht werden, aber sie wurden in der Vergangenheit einfach über den Zaun geschmissen oder gegen Bestechungsgeld den marokkanischen Grenzwächtern übergeben.
Wie ist die Bevölkerung eurer Stadt heutzutage strukturiert?
Maite: In Melilla gibt es zwei Gruppen. Es gibt die „normalen“ Einwohner Melillas: 70.000 spanische Bürger mit ordentlichen Papieren. Die können rein- und rausgehen, wie sie wollen und natürlich auch auf das Festland reisen. Man lebt zwar etwas überwacht, aber man kann leben. Die zweite Gruppe sind circa 30.000 Menschen, die keine Papiere besitzen und sich illegal in Melilla aufhalten. Diese können nicht raus aus der Stadt, denn sonst würden sie nie mehr reinkommen, sie können nicht reisen. Sie leben ihr ganzes Leben in einem Gefängnis unter freiem Himmel – ohne Rechte, ohne Bewegungsfreiheit und ohne medizinische Hilfen.
Was macht die örtliche Polizei, wenn sie jemanden ohne Papiere erwischt?
José: Die Polizeibeamten machen nichts, sie tolerieren das. Sie schieben die Leute normalerweise auch nicht ab. Die Enklaven Melilla und Ceuta liegen ja auf marokkanischem Boden. Wenn Spanien alle illegalen Einwanderer abschieben würde, bekäme es diplomatische Probleme mit Marokko. Die Menschen, die ohne Papiere in unserer Stadt gestrandet sind, leben entweder vom Schmuggeln oder arbeiten teilweise in privaten Haushalten.
"Seit dem Jahr 2005 hat sich die Situation extrem verschärft: Leute wurden am Grenzzaun erschossen und umgebracht."
Was konntet ihr mit eurer täglichen Flüchtlingsarbeit bereits bewirken?
José: Unsere Arbeit ist auf zwei Personengruppen ausgerichtet: zum einen auf die Gruppe der unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingskinder (UMF) und zum anderen auf Flüchtlinge, die über den Grenzzaun klettern. In Melilla gab es vorher keinerlei Unterstützung für Flüchtlingskinder, die auf der Straße lebten. Uns war es wichtig, dass wir ein System schaffen, das einen bestimmten Standard für Flüchtlingskinder erfüllt. Das Ergebnis: Heutzutage gibt es in Melilla keine Straßenkinder mehr.
Welche Probleme blieben bestehen?
José: Es wäre wichtig, auch Standards für die erwachsenen Flüchtlinge einzuführen, die über den Zaun kommen. Unsere Forderung lautet: Menschen, die neu nach Melilla kommen, müssen in jedem Fall auch Zugang zum Erstaufnahmezentrum bekommen. Seit dem Jahr 2005 hat sich die Situation extrem verschärft: Leute wurden am Grenzzaun erschossen und umgebracht. Dort ereignete sich ein echtes Massaker. Niemals wird man genau wissen, wie viele Menschen damals in Marokko zu Tode gekommen sind.
Was habt ihr zu jener Zeit gemacht, wenn Flüchtlinge den Zaun überwinden wollten?
José: Wir sind in die marokkanischen Wälder gefahren und haben dokumentiert, was dort passierte. Wir haben Fotos von den Verletzten und den Toten gemacht. Wenn es einmal kein Foto von einem Toten gab, wurde nämlich von offizieller Seite erklärt, es hätte überhaupt keinen Toten gegeben. Wir haben deshalb alles auf Video aufgenommen und gezeigt, dass es die Toten gibt und Strafanzeigen gegen die spanische und marokkanische Regierung erstattet.
Was war die ursprüngliche Motivation für eure Bemühungen?
José: Wir konnten es einfach nicht mit ansehen, dass Menschen sterben, die nicht bewaffnet waren, nur weil sie versuchten, über den Zaun zu kommen. Sie haben schließlich keine Straftaten begangen, sie haben nur versucht, den Zaun zu überwinden und wurden in dieser Situation angegriffen. Dabei ist es rein rechtlich gar keine Straftat, wenn man versucht, den Zaun zu übersteigen: Es ist eine „Ordnungswidrigkeit“, wie wenn man sein Auto falsch parkt und einen Strafzettel bekommt und man dafür zahlen muss. Doch viele Menschen haben einen höheren Preis zahlen müssen, sie mussten mit ihrem Leben zahlen.
"Wir haben die Behörden gefragt und sind immer wieder an Grenzen gestoßen. Man wollte offensichtlich, dass wir uns da raushalten."
Was war für euch der ausschlaggebende Moment, um euch für die Flüchtlinge zu engagieren?
Maite: Unsere Arbeit hat damit angefangen, dass wir einen marokkanischen Jungen auf der Straße kennen gelernt haben. Wir waren mit dem Hund spazieren, der Junge spielte mit unserem Hund, wir haben angefangen, uns mit ihm zu unterhalten. Er zeigte uns eine Gruppe von Kindern, die auf der Straße leben. Erst da wurde uns diese Wirklichkeit in Melilla bewusst. Es lebten damals circa 80 Jugendliche auf der Strasse, ohne jegliche Versorgung, ohne Hilfsmöglichkeiten, ohne die Schule besuchen zu dürfen, ohne medizinische Versorgung. Wir haben den Jungen adoptiert und er lebt nun seit 14 Jahren bei uns.
Wie ging es danach mit eurer Hilfsarbeit weiter?
Maite: Als wir unserem „Sohn“ halfen, haben wir begonnen nachzufragen, welche Rechte Flüchtlingskinder haben. Wir haben die Behörden gefragt und sind immer wieder an Grenzen gestoßen. Man wollte offensichtlich, dass wir uns da raushalten. Sie wollten uns sogar anzeigen, weil wir die Flüchtlinge unterstützten. Freunde von uns, die Rechtsanwälte sind, haben uns in der Situation geraten, einen Verein zu gründen, damit wir nicht alleine da stehen. Und so entstand letztlich PRODEIN.
Jose: Für uns war schnell klar gewesen, dass wir uns für die Kinder einsetzen wollen. Wir hatten schon damals eine private Akademie, in der wir Leute aus Melilla unterrichteten. So haben wir dann angefangen, auch allen Flüchtlingskindern kostenlosen Unterricht zu geben. Die Kinder kamen alle freiwillig zu uns. Die Stelle, die sich eigentlich um die UMF kümmerte, hat mich damals angerufen: Ich solle aufhören, die Kinder zu unterrichten, dies sei illegal. Ein Beamter sagte zu mir: „Schauen wir mal, in einem Jahr sind Sie deswegen vielleicht im Gefängnis!“ Doch es kam anders: Im nächsten Schuljahr durften alle Kinder in die normale Schule gehen.
Woher stammen die ganzen Flüchtlinge, die nach Melilla kommen?
José: Die UMF stammen meistens aus Marokko. Die erwachsenen Flüchtlinge kommen zum größten Teil aus Mali, Kamerun, Elfenbeinküste oder Senegal, in letzter Zeit auch aus Bangladesch und Pakistan. Erwachsene aus Marokko kommen nicht, zwar versuchen es viele, aber sie haben keine Chance, ins Erstaufnahmelager und in das Asylverfahren zu kommen. Es gibt zwar kein Gesetz, dass jemand aus Marokko nicht auch einen Asylantrag stellen kann, aber sie können es faktisch nicht tun und werden sofort abgewiesen.
Was ist ansonsten das Spezielle an der Situation in Melilla?
José: Melilla liegt zwar auf afrikanischem Boden, man darf aber nicht vergessen, dass es trotzdem zu Spanien gehört. Wir haben allerdings das Gefühl, dass die spanischen Gesetze in Melilla nicht gelten. Es gibt viele Menschen, die schon sehr viele Jahre in Melilla leben: Kinder, die in Melilla geboren sind, die keinerlei Papiere haben und in dritter Generation illegal leben. Für diese Menschen gibt es gar keine Rechte, weder medizinische Versorgung noch sonstige Leistungen. Wir versuchen aktuell, dass die Kinder, die illegal in der Stadt leben, ebenfalls zur Schule gehen dürfen, nicht nur die „normalen“ und die Straßenkinder.
Noch einmal zur Erklärung: Warum lassen Menschen überhaupt ihre Familien allein und verlassen ihre Heimat?
José: Ganz einfach: Weil es ihnen nicht möglich ist, in ihrer Heimat zu überleben! Ich war letztes Jahr in Mali und habe mir die Situation vor Ort angeschaut. In Afrika leben die Menschen vor allem von der Landwirtschaft, aber Europa macht seit einiger Zeit die Märkte dicht und kauft keine Produkte mehr aus Afrika. Frankreich hat seine Baumwolle z.B. früher immer in Mali eingekauft. Doch als die Franzosen merkten, dass woanders noch billiger produziert wird, kauften sie nichts mehr aus Mali, sondern verlagerten alles auf Südamerika. Mali bleibt seitdem auf der Baumwolle sitzen. Und Baumwolle kann man nun mal nicht essen.
Dürft ihr eigentlich die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge besuchen?
José: Nein, dazu braucht man eine Extragenehmigung, die sie uns meist nicht geben. Wir arbeiten auf der Straße, wir haben kein Büro. Wir gehen auf die Straße und reden mit den Leuten über ihre Probleme. Und das machen wir alle ehrenamtlich. Man hat mir auch einmal sehr viel Geld geboten, damit ich aufhöre mit der Hilfsarbeit. Ich habe es abgelehnt und arbeite trotzdem weiter.
Wie viele Menschen arbeiten für PRODEIN?
José: PRODEIN hat zurzeit 82 Mitglieder, aber die Leute, die aktiv etwas machen, sind circa zwölf bis 15 Leute. Es gibt aber auch Bürger, die keine Mitglieder sind, aber trotzdem mit uns zusammen arbeiten: Polizisten, Guardia Civil, Lehrer etc. Wir wollen auch gar nicht, dass sie Mitglieder werden. Denn es wäre nicht gut für sie, wenn das offiziell bekannt werden würde. Wir kommunizieren über das Telefon. Eigentlich sind wir so etwas wie eine Guerilla-Gruppe (lacht).
Wie sieht eure tägliche Arbeit aus?
José: Wenn wir erfahren, dass jemand abgeschoben werden soll, dann stelle ich mich mit der Presse vor den Eingang des Flüchtlingslagers. Es gibt Tage, an denen die Polizei daraufhin wieder wegfährt und nicht abschiebt, weil sie Angst vor schlechter Presse hat. Sobald wir auftauchen, haben die Beamten „Angst“. Sie wissen, dass wir keine Kompromisse eingehen und wenn die Polizei ein Kind schlägt oder es abschieben will, dann gehen wir dazwischen. Sie müssten also erst an uns vorbei, bevor sie an das Kind kommen. Wir schauen uns vorher genau die Akten an und reden mit dem Anwalt, wenn der Flüchtling einen hat. Wir müssen die Gesetze sehr genau kennen, um uns gegen sie zu wehren. Denn die Polizei wartet nur darauf, uns anzuzeigen.
Wurdest du denn schon mal angezeigt?
José: Ich wurde mehrfach angezeigt. Im Jahr 2005, als am Grenzzaun mehrere Menschen umgebracht worden sind, habe ich den Polizisten gegenüber genau das ausgesagt. Sie klagten mich daraufhin an und beschuldigten mich der Lüge. Seitdem mache ich immer Beweisfotos: nicht in erster Linie, um diese der Öffentlichkeit zu zeigen, sondern um gegenüber dem Staat beweisen zu können, dass dort Leute umgebracht werden. Ich habe seither genug Beweise dafür geliefert, dass Menschen offene Wunden hatten und mit Gummigeschossen beschossen worden sind.
Mittlerweile gibt es auch einen Dokumentarfilm. Was habt ihr dokumentiert?
José: In dem Film sieht man, was zum Teil im Oktober 2005 passiert ist. Ich war in den marokkanischen Wäldern und habe die Leute interviewt. Ich habe die Toten fotografiert und mit Leuten über die Ereignisse gesprochen. Man sieht zum Teil auch das, was die Medien gezeigt haben. Das war im Jahr 2005, aber es passiert seitdem immer noch jeden Tag. Sie erschießen immer noch Leute, die versuchen über den Zaun zu kommen. Das, was dort passiert, ist nicht anderes als Mord.
Was habt ihr konkret beobachtet?
José: Wenn jemand über den Zaun wollte, dann wurde von der marokkanischen Polizei von hinten auf ihn geschossen. Die Soldaten stellen sich sogar auf das spanische Territorium und schießen von dort aus. Die spanische Polizei geht nicht dazwischen und holt die Flüchtlinge nach Spanien. Sie versorgen sie oft nicht einmal medizinisch, wenn sie angeschossen werden, oder bringen sie ins Krankenhaus. Stattdessen werden sie nach Marokko verschafft. Die Guardia Civil sieht zu bzw. weg.
Wie kann man Eure Arbeit unterstützen?
José: Wir brauchen eine Öffentlichkeit, damit die Welt erfährt, was in Melilla passiert. Es werden Menschen umgebracht, Menschenrechte verletzt etc. Und es ist wichtig, dass das die Leute erfahren. Erzählt es den Leuten, verbreitet den Film und zeigt, was in unserer Stadt passiert! Obwohl es an der Grenze immer noch Tote gibt, berichtet die Presse gar nicht mehr darüber. Die Postkartenaktion von PRO ASYL war sehr wichtig, denn sehr viele Menschen haben diese Postkarten an die spanische Regierung geschickt. Dadurch wurde das Thema wieder in die Öffentlichkeit gebracht. Ich weiß, dass das die spanische Regierung schon nervt, wenn sie aus dem Ausland andauernd irgendwelche Postkarten bekommt.
Wie organisiert ihr eigentlich euer Leben – privat und beruflich?
José: Das ist Desorganisation pur, wir haben kein Privatleben. Letztendlich ist es ein 24-Stunden-Job: Wir unterrichten an unserer Akademie und den Rest der Zeit arbeiten wir ehrenamtlich für PRODEIN.
Es gibt sehr viele Enttäuschungen in der Arbeit, ihr begebt euch in viele Gefahren. Gibt es auch Momente des Zweifels? Woher nehmt ihr die Motivation weiterzumachen?
José: Es ist die Empörung darüber, dass sie Freunde von dir töten. Im Jahr 2005 haben sie viele unserer Freunde umgebracht. Wir hatten sie in den Wäldern kennen gelernt und uns angefreundet, wir hatten ihnen Essen gebracht und viel mit ihnen über ihr Leben geredet. Wenn sie krank waren, haben wir ihnen Tabletten gebracht und sie versorgt. Im nächsten Moment rufen sie dich an und erzählen dir, dass derjenige umgebracht wurde. So etwas schlägt ein wie eine Bombe, du bist einfach nur traurig und voller Wut. Das macht dich so wütend, dass du einfach handeln musst. Vielleicht ist es verrückt, aber ich muss es tun. Das ist der Grund, warum wir die Arbeit machen, egal wie groß die Angst ist. Denn in den marokkanischen Wäldern ist man völlig schutzlos.
Was könnte die Europäische Union tun, damit sich etwas ändert?
José: Die Politik müsste sich ändern. Das Problem ist, dass die Flüchtlinge ihre Länder überhaupt verlassen müssen. Es müsste eine andere Politik geben, die den Leuten echte Chancen gibt. Der Umgang mit den Menschen muss besser werden. Nur weil die Leute mit den Händen essen oder keine Jackets tragen, sind sie doch genauso Menschen wie wir und man muss sie genauso respektieren. Viele wollen nicht flüchten, sie wollen lieber in ihrem Land bleiben, bei ihren Familien. Die Leute würden daheim bleiben, wenn wir ihnen eine echte Chance gäben, ihre Länder so zu bestellen, wie sie es gerne möchten. Wir brauchen dafür keine Grenzzäune und Festungsanlagen, sondern nur eine humanitäre, ehrliche Politik.
Den Dokumentarfilm könnt ihr bei PRO ASYL bestellen:
http://www.proasyl.de/de/shop/cddvd/index.html