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Oxfam-Aktion „MachmalDruck gegen Armut“:Hosen übergaben über 50.000 Stimmen an die Bundesregierung

Vor dem Konzert am Freitag in der Berliner Wuhlheide weilten Andi, Breiti und Campino im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung. Später übergaben sie eure mehr als 54.000 Unterschriften (danke nochmal dafür) an Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Oxfam hatte die Stimmen auf der „Machmalauter“-Tournee gesammelt. Sie sind eine Erinnerung an die Bundesregierung vor dem G8-Gipfel in Italien, sich in der Krise nicht von den Millenniumszielen abzuwenden. „Durch die Weltwirtschaftskrise ist es für viele Staaten noch viel schwerer geworden, sich selbst zu helfen“, betonte Campino.

(Fotos: Mike Auerbach/Oxfam Deutschland)

Begleitet wurden die Hosen von den „W8-Frauen“ (Woman 8), einem lockeren Verbund aus Bangladesh, Georgien, Indien, Malawi, Mali, Nicaragua, den Philippinen und Thailand. Bei dem Treffen mit Wieczorek-Zeul berichteten die Frauen aus eigener Erfahrung, wie die globale Wirtschaftskrise die Not armer Leute verschärft hat. Die Delegation forderte von Deutschland eine Erhöhung der jährlichen Entwicklungshilfe um 2,7 Milliarden Euro, um bis 2010 die zugesagten 0,51 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungshilfe bereitzustellen.

Seit Herbst 2008 unterstützen die Hosen die Aktion „MachmalDruck gegen Armut“ von Oxfam. Auf insgesamt dreißig Konzerten wurden Unterschriften gesammelt, um öffentlichen Druck auf die Entscheidungsträger aufzubauen. Die Hosen über die Zusammenarbeit:„Oxfam macht Druck auf Regierungen in reichen wie in armen Ländern. Es geht darum, allen Menschen Zugang zu Bildung und Gesundheitsfürsorge zu ermöglichen. Wir unterstützen die Hilfsorganisation dabei und fordern: Versprechen halten, Entwicklungshilfe rauf – die Finanzkrise darf keine Entschuldigung sein!“

Weit über 50.000 Fans haben auf den Konzerten am Oxfam-Infostand oder online ihre Stimme abgegeben und damit zu Oxfam Deutschlands bisher erfolgreichster Unterschriftensammlung beigetragen. Jeder Einzelne forderte die Bundesregierung mit seiner Teilnahme dazu auf, ihre Versprechen zur Steigerung der Entwicklungshilfe bis 2015 zu halten. Campino sagte in Berlin: „Wir wollen den Mächtigen der Welt zeigen, dass die Mehrheit der Menschen hier die Probleme im eigenen Land sieht, aber die Nöte der anderen deshalb nicht vergisst.“

http://www.oxfamfueralle.de/mitstreiter/die-toten-hosen