All die ganzen Jahre //
Pressearchiv

Dokumente, Lobeshymnen und Verrisse:

Die Spur, die die Toten Hosen in Magazinen und Zeitschriften hinterlassen haben.

Zurück zum Pressearchiv

DTH haben ihren Punk-Stempel hinterlassen (Aus: Última Hora - 20.03.2000)

Eine Fundsache aus der paraguayischen Tageszeitung "Última Hora", Rubrik "Arte y Espectacúlos", 20. März 2000, www.ultimahora.com

Am Freitag trat die deutsche Punkgruppe Die Toten Hosen im "Ferrokcarril" auf.

Als man in die Location kam, hätte man glauben können, man hätte sich in der Veranstaltung geirrt. Die Promoterinen mit ihrer geschniegelten Perücken und die Innendekoration sah aus, als wären sie dem Musical "Stomp" entsprungen, das alles wies nicht auf die Ideale hin, die diese Bewegung angestrebt hat.

Erst als die Gitarren dann einsetzten und die ersten Akkorde erklangen, die die sozialen Widersprüche wiederspiegelten, konnte man sich sicher sein, daß man an der richtigen Stelle war.

Für das Anheizen der Zuschauer waren die lokalen Bands "Enemigos de la Klase" und "Antítesis" zuständig, die ihr Bestes gaben, deren Auftritt aber ein wenig verblasste angesichts des Professionalität der Deutschen.

Dann kam die Stunde der vom Publikum heiß erwarteten Vertreter des ultimativen Punk Rock der 80er Jahre.

Das Zusammenspiel der Gruppe und der gute Sound erzeugten mehr als nur einen staunenden offenen Mund im Publikum.

DIE TOTEN HOSEN fingen die Show mit einem Cover von der berühmten Punkband "The Ramones" an. Und das war nicht alles was Coverversionen angeht, später im Set spielten sie Titel der nicht minder bekannten Bands "The Clash" und "Bad Religion".

Das Publikum war vollends begeistert. Sie sangen und tanzten jeder nach seinem eignen Stil, jeder einzelnen Song wurde mitgesungen, auch wenn sie weder Sprache noch die Texte kannten.

Die Zuschauer waren zahlreich, und jeder einzelne voller Energie erschienen, was die Europäer anzustecken schien. Daraus entstand eine Spannung im Saal, die dem Konzert den magischen Touch gab.

Der Leadsänger schmiss sich in die Menge und die Band spielte die Songs, die das Publikum von ihnen verlangte. Ein Song wurde sogar komplett auf Spanisch gesungen, wobei der Sänger jedoch nicht seinen harten Akzent ablegen konnte.

Als letzte Überraschung gaben Sie eine recht eigentümliche Version des bekannten Songs "Guantanamera" zum besten, und zeigten damit eine weitere Seite ihres eigenen Stils.

Es gibt nicht den geringsten Zweifel. Diese Band hat das profesionelle Können, und stehen sicherlich zurecht so erfolgreich dar. Sie sind für das Genre Punk Rock ein exzellentes Beispiel, ein Vorbild für alle Bands dieser Musikrichtung.

Zurück zum Pressearchiv