All die ganzen Jahre //
Bilder und Stories

Opio para el pueblo - Die Toten Hosen in Kuba (15.05. - 22.05.2001)

Zum Nachlesen: unser Tagebuch zu unserem Trip nach Cuba in acht Kapiteln!

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Achter Tag - Auswärtssieg!

Faust, Steve, Noppa und Wölli hatten einen guten Grund, am vorherigen Abend früh zu Bett zu gehen: Ihr Boot, mit dem sie auf Hochseeangeltour gingen, stach kurz nach Sonnenaufgang in See. Sechs Stunden später kamen sie mit sonnengeröteten Gesichtern wieder zurück ins Hotel. Aus dem Kofferraum ihres Taxis ragt der Kopf eines 2,80 Meter langen, 200 Kilo schweren Merlins. Nachdem das Viech in den Kühlräumen des Hotels Riviera verstaut worden war, ging es direkt wieder mit vier Bussen, der gesamten Mannschaft und unseren Internationalistas, der Hardcore-Fan-Brigade ins Estadio Pedro Marrero.

Hammerlocation, ein riesiges bröckelndes Stadion in Havanna. Dort war für den Nachmittag ein Freundschaftsspiel zwischen Hosen und einer Auswahl aus kubanischen Alt-Nationalspielern und lokalen Sportjournalisten geplant. Obwohl sogar das Fernsehen davon berichtet hatte, war der Fanblock der Auswärtsmannschaft deutlich besser gefüllt. Aber Fußball ist hierzulande halt doch weit hinter Baseball, Boxen, Volleyball und Salsa eine Randsportart.


Die einheimische Elf war zwar ganz klar im Heimvorteil durch die Temperaturen, die in der "Hölle von Havanna" herrschten, aber wir spielten von Anfang an gut mit. Vielleicht lags aber auch am Doping. Nur Campino, der zum ersten Mal nach seiner Kreuzbandoperation wieder auf einem Fußballplatz stand, war noch nicht ganz austrainiert.

Obwohl bei uns wieder mal der Zeugwart völlig versagt hatte (schwarze Trikots in der glühenden Sonne !!!) gewann die Auswahl Düsseldorf Flingern, verstärkt durch Legionäre aus Halberstadt und Rendsburg, souverän mit drei zu Null. Torschützen waren Andi, Mike (Rendsburg) und Pinki (Halberstadt).


Nach dem Trikotausch zurück ins Hotel und zu einem letzten Sundowner an die Bar des Hotel Riviera. Die ersten werden heute Abend nach Deutschland zurückfliegen, ein paar bleiben noch ein paar Tage auf Cuba, um den Rest des Landes zu bereisen.


Schön wars. Gute Stadt, gute Leute, gute Vibes, wir kommen wieder. Für alle, die nicht dabei sein konnten: Besucht die Revolution, bevor sie Euch besucht oder bevor Fidel abtritt und die Yankees wieder kommen, je nach Blickwinkel.

Danke an Uli, Hans-Jürgen und Fug von der Popkomm, die den Trip angeleiert haben und für ihre Hilfe vor Ort.

Hasta la victoria siempre, venceremos!

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