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Bilder und Stories

Opio para el pueblo - Die Toten Hosen in Kuba (15.05. - 22.05.2001)

Zum Nachlesen: unser Tagebuch zu unserem Trip nach Cuba in acht Kapiteln!

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Erster Tag - Enjoy The Trip!

Abflug in Düsseldorf um 7 Uhr. Bei der Ankunft in Madrid mittags sind alle zumindest so weit wach, dass beschlossen wird, per Taxi einen Kurzausflug in die Stadt zu machen, um die sechs Stunden Aufenthalt einigermaßen sinnvoll rumzukriegen.

Mit der U-Bahn geht's in die Innenstadt, wo sich rausstellt, dass wir uns den höchsten Feiertag der Stadt, San Isidro, das Fest des Madrider Schutzheiligen, für unsere Stippvisite ausgesucht haben. Das bedeutet: Alle Kirchen der Stadt sind so zum Bersten gefüllt (sagt unsere Kulturfraktion), als ob am nächsten Tag die Welt unterginge und jeder noch schnell um Ablass bitten müsste. Der Rest der Einwohnerschaft steht in und vor allem vor den ebenfalls knüppelvollen Kneipen und Tapas-Bars, um mit Bier und Rotwein den weihevollen Tag auf seine Art zu verbringen. Faust, Wölli und der ganze Rest von uns schließen sich an. Auch so lässt's sich prima leben.

Nur Vom muß nach schon zwanzig Minuten wieder zum Aeroporto zurück: Er hat diesmal als erster sein Ticket verloren.

Am späten Nachmittag endlich hebt unser Flieger ab Richtung Havanna. Mit Vom und neuem Ticket, aber wo ist eigentlich Campino fragen sich einige der Mitreisenden?

Die Lösung ist ziemlich simpel, wer unseren Sänger kennt, weiß um seine glühende Verehrung des FC Liverpool. Und ausgerechnet der steht einen Tag später im Endspiel um den UEFA-Cup gegen das spanische Team von Alaves, welches quasi um die Ecke von uns in Dortmund ausgetragen wird.

Er hat sich's nicht leicht gemacht, aber die Angst einen historischen Moment zu verpassen siegte schließlich und so beschloss Campino zwei Tage später alleine nachzukommen. Für einen Die-Hard-Liverpool-Supporter die richtige Entscheidung, wie man jetzt weiß, aber dazu später.

Ankunft im Havanna nach fast zehn Stunden Flug, der von allen Mitreisenden ohne grössere Zwischenfälle rumgebracht wurde. Etwas unruhiger wars lediglich bei unserer englischen Fraktion: Vom, der glücklich war, mit frischem Ticket doch noch mitkommen zu können (man munkelte schon, Wölli hätte ihm in einer unbeobachteten Minute den Flugschein aus der Tasche gezogen und durch die Bordtoilette gespült, um so in Kuba wieder kurzzeitig die Position hinter den Drums besetzen zu können) feierte Widersehen mit unserem Licht-Mann, "Happy" Tom Nulty.

Downtown Havanna:
Andi & Vom

In Havanna fast alles Gepäck angekommen. Nur Gitarren Roadie Noppa's Gepäck war irgendwo auf der Strecke geblieben. Trotzdem eine gute Quote bei 20 Leuten in der Reisegruppe. Tourneeleiter Kiki wird wie immer an der Zollkontrolle peinlich genau durchsucht ("Wenigstens die Unterhose konnte ich diesmal anbehalten") und auch Manfred, unser Security-Chef entging dem sonst bei ihm üblichem Strip-Search wohl nur dadurch, dass der Zollbeamte sein Che Guevara-Tattoo erblickte und ihn daraufhin freundlich durchwinkte.

Im Hotel dann noch einen Cuba Libre und alle ab ins Bett...

Viele Grüße, Eure Hosen

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