Stand: 01.02.2012
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Manfred Mayer starb am 6. Januar 2009.

Uwe Faust starb am 29. Oktober 2009.
Das Jahr nach dem Erscheinen von „In aller Stille“ wurde zu einem der abwechslungsreichsten der Bandgeschichte, gleichzeitig ging es aber auch als eines der traurigsten in die Historie ein. Die Hosen betrauerten den Tod zweier ihrer engsten Freunde aus dem Tour-Tross: Security-Chef Manfred Meyer und Dr. Uwe Faust. Faust war Ende des Jahres dann auch der erste, der das vor Jahren angemietete Bandgrab auf dem Düsseldorf Nordfriedhof bezog. Eigentlich unvorstellbar, aber bei den furiosen Weihnachtskonzerten (6x Düsseldorf, 6x ausverkauft, fast 70.000 Fans) schauten die beiden Unersetzlichen nur noch von oben zu.
Zu Jahresbeginn hatten die Hosen weitere Singles aus dem letzten Album ausgekoppelt: Im Januar erschien "Alles was war" und im Mai folgte die außergewöhnliche Zusammenarbeit mit Birgit Minichmayr: Campino sang im Duett mit der Schauspielerin, die er bei der "Dreigroschenoper" kennen gelernt hatte. "Auflösen" wurde bei der "Echo"-Verleihung in Berlin erstmals live im Fernsehen gebracht. Campino: "Ich mochte immer die Nummern von Johnny Cash und June Carter oder auch 'Where The Wild Roses Grow' von Nick Cave und Kylie Minogue. Ich hatte aber vorher weder die richtigen Worte für solch ein Lied, noch die richtige Partnerin. Als ich Birgit bei den Proben im Theater kennen lernte, wurde mir relativ schnell klar, dass sie über die Stimme verfügte, nach der ich immer gesucht hatte."
Da die Hosen bei der "Echo-Verleihung" schon einmal vor Ort waren, nahmen sie auch gleich den Preis als "Bester Live-Act National 2008" mit nach Düsseldorf - der sechste "Echo" der Bandgeschichte. Und damit es zwischen Südamerika (Frühjahr und Herbst), zweiter "Machmalauter"-Tourhälfte (Frühsommer) und ausgiebigem Festivalsommer nicht langweilig wurde oder gar jemand aus der Band an Urlaub denken konnte, nahm man weitere internationale Reisen ins Programm, unter anderem zu Festivals und Konzerten in Spanien, Polen, Luxemburg, Ungarn und Russland. Ein besonderer Höhepunkt war der erste Gig in Moskau – exakt 23 Jahre nach der Veröffentlichung des Songs "Disco in Moskau" auf der Platte "Damenwahl" (aus dem Jahr 1986).

02. Oktober 2009 - DTH im SO36.
Für Freunde der Statistik erwähnenswert: die kleine Berlin-Serie 2008/09. Gespielt wurde an folgenden Orten: 28.05.2008 Columbiahalle (3.500 Zuschauer), 17.12.2008 O2 World (14.000), 03.07.2009 Wuhlheide (17.000), 28.08.2009 Waldbühne (22.000) und 02.09.2009 SO36 (800). Mehr Berlin geht wirklich nicht!
Noch gerade rechtzeitig, bevor die Hosen den Zusatz „*aus Berlin“ in den Bandnamen aufnehmen mussten, erinnerten sie sich an das Land mit der Sonne auf der hellblauen Fahne. Da die letzte Platte, die in Argentinien veröffentlicht wurde, schon eine Weile zurücklag, entschlossen sie sich dazu, "In aller Stille" in einer speziellen, argentinischen Version herauszubringen. Daher enthält die CD mit dem Titel "La Hermandad - En El Principio Fue El Ruido" (zu Deutsch: Die Brüderschaft - Am Anfang war der Lärm) auch drei unveröffentlichte Bonustracks. Auf der Flucht vor dem Winter gönnten sich Hosen noch ein paar Bonusmeilen und buchten eine Mittelamerika-Tour: Guatemala, Panama, Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Costa Rica, Nicaragua und Mexiko, acht Länder in zwölf Tagen. Kleiner Nebeneffekt: Alle durften auf diese Weise wieder einmal ihren Impfpass herauskramen und auf Stand bringen.

"Machmalauter" - Erschien 2009 als CD, DVD und Blu-Ray.
Wieder zurück in heimischen Gefilden war man sich schnell einig, dass die Machmalauter-Tour für die Nachwelt festgehalten werden sollte - gesagt, getan: Die Jungs veröffentlichten Ende November mit „Machmalauter: Die Toten Hosen – Live!“ ihr drittes Livealbum. Die Scheibe landete prompt auf Platz 3 der deutschen Charts und bescherte den Düsseldorfern einen neuen, kleinen Rekord: Noch keines ihrer Live-Alben schaffte zuvor einen höheren Einstieg in die deutsche Longplay-Hitparade!
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