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10.12.2009 - Teil 68 mit Kuddel

Im Dezember beantwortet Kuddel Eure Fragen.

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Fragen und Antworten

Yannick (16 Jahre) aus Grevenbroich:
Warum gehen die ganzen E-Geräte im „Ertrinken“-Videoclip nicht kaputt?

Wir hatten natürlich ein bisschen Bedenken, dass das Equipment bei dem Videodreh Schaden nehmen würde, aber es ging alles gut. Wir haben die Gitarren nach dem Dreh mit einem Luftkompressor ausgeblasen, an allen Stellen, an denen Wasser eingedrungen sein konnte. Das hat sehr gut funktioniert, auch die Amps konnten getrocknet werden. Und somit konnten wir „Strom Teil 2“ vermeiden!

Sina (15 Jahre) aus Trier:
Ihr sagt immer, dass Ihr den Song „Ertrinken“ schon auf dem Unplugged-Konzert in Wien gespielt habt. Ich habe mir die DVD gekauft, aber dort ist das Lied nicht drauf. Habt Ihr das rausgeschnitten?

Ja. Wir hatten das Stück in Wien in einer etwas anderen, nicht ganz ausgereiften Form gespielt. Wir haben es damals noch nicht aufs Album getan, weil wir dachten, dass es noch nicht hundertprozentig gut war. Von dem Stück haben wir mittlerweile circa 50 verschiedene Versionen! Breiti hatte das Intro und die Strophen schon vor Jahren geschrieben und wir wussten sofort, dass es viel Potenzial hatte. Doch wir waren nie richtig zufrieden und haben es immer wieder umarrangiert, bis wir es letzendlich leid waren...

Jennifer (24 Jahre) aus Etschberg:
Was macht ihr immer direkt im Anschluss nach Euren Konzerten, sobald ihr die Bühne verlassen habt?

Saufen und durchdrehen! (lacht) Nein, nicht ganz. Erst einmal schwitzen wir aus und ziehen Resümee, zum Beispiel wie oft Campi seine Texte vergessen hat oder warum der Monitor wieder ausgefallen ist. Wie war das Set, wie waren die Leute usw. Besonders am Anfang einer Tournee gibt es viel zu ändern, Vieles davon wird direkt nach dem Konzert besprochen. Da wir vor dem Konzert grundsätzlich nichts essen, holt das der eine oder andere hinterher nach. Nach manchen Konzerten gibt es After-Show-Partys, zu denen wir dann gehen. Aber wenn am nächsten Tag wieder ein Konzert ansteht, dann fällt eine solche Party nicht sehr lange aus. Während einer Tour achten wir sehr darauf, nach den Konzerten nicht zu sehr durchzudrehen. Früher hat das oft dazu geführt, dass der darauffolgende Gig darunter zu leiden hatte, wenn er nicht sogar abgesagt werden musste, und das war schon sehr peinlich und eine Ohrfeige für die Leute, die dann wieder nach Hause gehen oder einen schlechten Gig sehen mussten.

Alexander (16 Jahre) aus Nürnberg:
Kuddel, hast du schon mal mit Farin Urlaub eine Motorradtour gemacht?

Nein, habe ich nicht. Ich bin früher viel Motorrad gefahren, habe es aber aufgegeben. Der Grund dafür ist, dass ich von heute auf morgen Angst davor bekommen habe – und dann sollte man es besser lassen. Ich hatte zwar nie einen Unfall, aber dabei sollte es auch bleiben.

Matthes (18 Jahre) aus Schmallenberg:
Kuddel, könntest Du Dir vorstellen „Lass doch mal Dampf ab“ live zum Besten zu geben?

Stimmt, haben wir noch gar nicht probiert! Allerdings bezweifele ich, dass ich so viel Text auswendig lernen kann (lacht), vielleicht irgendwann mal. Jetzt bei den Weihnachtsgigs passt es ja nicht so ganz! Die Instrumentierung ist auch nicht gerade einfach bei diesem Stück.

Paul (26 Jahre) aus Osnabrück:
Kuddel, wofür stehen eigentlich so viele Gitarrenverstärker auf der Bühne bei euren Auftritten?

Ich spiele ein Stereo-Setup. Das heißt, dass mein Gitarrensignal auf zwei Amps (von Engl) gesplittet wird. Beide Amps haben jeweils zwei Boxen, also sind es insgesamt vier (auch Engl). Dabei geht es weniger um Lautstärke und Optik (Naja, vielleicht ein bisschen), als um Gleichmäßigkeit. Vier Boxen kann man leiser fahren als zwei. Der Druck bleibt erhalten. Die zwei Amps haben die Funktion, das sie etwas verschieden klingen, der Sound ist formbarer. Dann habe ich noch hinter dem Setup noch einen Amp, der eine Silentcab ansteuert. Das hat den Vorteil, dass dieses Signal absolut sauber ist und vom Mixer leichter zu mischen ist. Also eigentlich „drittel“ ich das Gitarrensignal. Alles klar?