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18.09.2009 - Teil 67 mit Breiti

Im September/Oktober beantwortet Breiti Eure Fragen.

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Fragen und Antworten

Stefan (17 Jahre) aus Österreich:
Warum spielt im Video zu dem Song „Baby, Baby“ eigentlich Breiti das Gitarren-Solo und nicht Kuddel?

Naja, weil ich das auch in Wirklichkeit gespielt habe. Normalerweise ist Kuddel bei uns für die Solos zuständig, aber in diesem Fall habe ich das rausgehört und probiert, bevor wir das Stück in London mit Knox von den Vibrators aufgenommen haben. Obwohl ich längere Gitarrensolos nur selten gut finde, hat mich dieses immer sehr fasziniert, weil es von Anfang bis zum Ende eine stimmige Melodie ist. Mich hat es auch einfach interessiert, wie der Gitarrist von den Vibrators das gespielt hat. Deswegen war ich froh, dass ich das auch tatsächlich hinbekommen habe. Als wir zurück in Deutschland waren, habe ich versucht, das Solo noch mal besser zu spielen. Tatsächlich haben wir aber die erste Version genommen, die eigentlich nur ein Behelf sein sollte. Wie so oft war der erste Versuch ganz einfach der beste.

Melanie (35 Jahre) aus Berlin:
Wie kommt es, dass Ihr „Sascha, ein aufrechter Deutscher“ live zuletzt wieder häufiger spielt? Das habt Ihr ja sehr lange nicht gemacht.

Als wir vor einigen Wochen mit den Biermösl Blosn und Funny van Dannen im Burgtheater in Wien aufgetreten sind, haben wir das Lied in einer Unplugged-Version probiert. Wir waren überrascht von der Reaktion des Publikums, haben festgestellt, dass dieses Stück für einige Leute bis heute eine besondere Bedeutung hat. Deshalb haben wir es danach auch mal unplugged mit Esther und Rafael probiert und zuletzt auch wieder elektrisch. Es war jedes Mal so, dass ganz viele Leute mitgesungen haben und wirklich jedes Wort vom Text kannten. Deshalb spielen wir es jetzt wieder fast jeden Abend. Leider ist das Thema, das in dem Text behandelt wird, auch heute noch genauso aktuell wie 1993, als dieses Lied entstanden ist. Für mich ist es immer wieder erstaunlich, dass Leute Wort für Wort mitsingen können, die teilweise noch gar nicht geboren waren, als wir das Lied geschrieben haben.

Stephan (24 Jahre) aus Füssen:
Wie kam es dazu, dass Ihr auf der „Machmalauter“-Tour bzw. bei Rock am Ring 2008 „Liebeslied“ mit einem neuen Anfang gespielt habt?

Das kam so zustande, dass Kuddel im Proberaum damit anfing, das Lied akustisch zu spielen. Er wollte einfach mal sehen, wie das dann wirkt. Seit dem Unplugged-Album haben wir irgendwie mehr Ausdrucksmöglichkeiten als früher. Wir haben festgestellt, dass sich Lieder manchmal auf eine gute Art verändern, wenn man sie ganz anders spielt. Das Prinzip hat uns auch bei „Liebeslied“ gut gefallen, das ganze Stück wollten wir dann aber doch nicht so machen. Das wäre uns etwas zu lang geworden, weshalb wir mittendrin doch mit dem üblichen Krach anfangen. Als wir es zum ersten Mal live ausprobiert haben, hatte es wirklich die Wirkung, die wir uns davon versprochen hatten. Es gibt sehr viele Leute, die das Lied mitsingen können und das offensichtlich auch sehr gerne tun. Das geht mit dem neuen Anfang etwas leichter und deshalb sind wir dabei geblieben.

Katarina (14 Jahre) aus Oberhausen:
Breiti, was verbindest Du mit der Schweiz?

Seit es uns gibt, hatten wir in der Schweiz immer legendäre Konzerte, vor allem in Zürich, aber auch anderswo. Angefangen in der Roten Fabrik, über das Volkshaus und das Hallenstadion, bis hin zu den Festivals, die ja meistens in einer schönen Umgebung stattfinden, wie zum Beispiel das Gurten-Festival. Inzwischen ist es nicht nur so, dass wir dort mit der Band immer eine gute Zeit verbringen, zuletzt noch bei dem Festival in Jonschwil, sondern auch viele Freunde haben. Mit ein paar Jungs, die wir in der Schweiz kennen gelernt haben, sind wir öfter mal zum Skifahren dort. Von den Bergen über das Käsefondue bis hin zum Publikum bei unseren Konzerten gibt es in der Schweiz ziemlich viel, was uns Touris bei unseren kurzen Besuchen gut gefällt.

Diana (16 Jahre) aus Ilmenau:
Was werdet Ihr tun, wenn die „Machmalauter“-Tour beendet ist? Werdet Ihr ein neues Album machen? Oder erstmal Urlaub? Oder denkt Ihr ans Aufhören?

Im Moment versuchen wir, noch nicht an das nächste Jahr zu denken, weil wir gerade auf Tour noch sehr viel Spaß haben und die Konzerte in Spanien und Südamerika zum Glück noch vor uns liegen. Dann kommen im Dezember auch noch die Weihnachtskonzerte. Eigentlich ist aber klar, was danach kommen wird. Der liebe Gott hat ja für Bands den ewig gleichen Kreislauf erfunden: nämlich erst ein Album zu machen, dann auf Tour zu gehen und dann wieder ein Album zu machen. Das hört sich vielleicht etwas schematisch oder auch langweilig an, ist es aber überhaupt nicht. Unterwegs zu sein und Konzerte zu spielen, ist auch diesmal wieder ein großartiges Erlebnis. Und sich neue Lieder auszudenken, ist immer wieder eine existenzielle Beschäftigung, bei der man dauernd an seine Grenzen kommt. Bei uns wird es also so aussehen, dass wir nach den Weihnachtskonzerten mal ein bisschen Pause machen und versuchen, etwas Distanz zu allem zu kriegen. Ich glaube aber nicht, dass wir länger als ein paar Wochen auseinander gehen. Und dann fangen wir direkt wieder damit an, uns Lieder für ein neues Album auszudenken.