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30.04.2009 - Teil 62 mit Breiti

Im Mai beantwortet Breiti Eure Fragen.

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Fragen und Antworten

Stefan (18 Jahre) aus Schwarzenbek:
Warum heißt das neue argentinische Album "La Hermandad", also "Die Brüderlichkeit", und nicht "Secreto", also "In aller Stille"?

Die Platte heißt ganz korrekt: "La Hermandad - En El Principio Fue El Ruido - En El Final Fue El Silencio". Schon als wir letztes Jahr über den deutschen Titel des Albums nachdachten, war "Am Anfang war der Lärm" einer der aussichtsreichsten Kandidaten. Wir haben uns letztendlich aber für "In aller Stille" entschieden. Als es um die argentinische Version ging, hat uns der Satz auf Spanisch aber wieder sehr gut gefallen: "En El Principio Fue El Ruido". Als Campino im Januar in Buenos Aires war, um das Stück "Uno, Dos Ultraviolento" mit argentinischen Fans aufzunehmen, entstand der restliche Name: "En El Final Fue El Silencio" - "Am Ende war die Stille". Die Überschrift über allem lautet "Brüderlichkeit", ein Wort, das im Deutschen nur selten gebraucht wird. Es beschreibt unsere besondere Verbundenheit mit den Argentiniern und ihre mit uns.

Svenja (17 Jahre) aus Gäufelden:
Wo habt Ihr Esther und Raphael kennen gelernt?

Esther (Klavier) und Raphael (Cello) haben auf den beiden Konzerten für das "Unplugged"-Album mitgewirkt. Sie waren außerdem auf der letzten Tour dabei, um mit uns ein paar Stücke zu spielen. Raphael hatten wir bei den Aufnahmen zum Album "Zurück zum Glück" kennen gelernt. Damals hat er im Stück "Die Behauptung" ebenfalls Cello gespielt. Weil er das sehr gut machte und uns sympathisch war, haben wir direkt an ihn gedacht, als wir einen Cellisten für die "Unplugged"-Shows gesucht haben. Esther wiederum wohnt in Düsseldorf und wir wußten, dass sie eine sehr gute Pianistin ist. Wir haben sie dann einfach mal gefragt, ob sie zu den Proben kommen will. Alles, was wir mit Esther und Raphael seither erlebt haben, war für alle ein großer Gewinn. Speziell vor dem "Unplugged"-Album hatten wir nur sehr wenig Zeit für die Proben. In einem solchen Moment lernt man sehr viel über den Charakter von Leuten, mit denen man vorher eher wenig zu tun hatte. Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, um innerhalb kürzester Zeit zu wissen, wen man vor sich hat: Entweder die intensiven Proben zu einem solchen Album oder mit jemandem drei Wochen zum Zelten zu fahren. Der erste positive Eindruck, den wir sowieso schon von Beiden hatten, hat sich auf der "Machmalauter"-Tour noch einmal verstärkt.

Angelika (25 Jahre) aus Graz/Österreich:
Könntet Ihr Euch vorstellen, nebenbei oder dann wenn Ihr irgendwann vielleicht nicht mehr selbst Musik macht, für andere Bands zu arbeiten? Also im Sinne von Musik für andere Bands schreiben oder junge/neue Bands unterstützen oder als Manager oder ähnliches. Eben irgendwie trotzdem noch im Musikgeschäft bleiben.

Es ist so, dass wir schon lange Bands die Chance geben, bei uns als Support-Band zu spielen, zum Beispiel Smoke Blow, Blind, Madsen, Kumpelbasis, Busters, Beatsteaks, Donots, Muff Potter, Terrorgruppe oder Jingo de Lunch, um einmal nur deutsche Bands zu nennen. Oder die Backyard Babies, The Living End oder Green Day, bevor sie berühmt wurden, als Beispiele für ausländische Bands. Einige haben davon wirklich sehr profitiert, bei anderen hat es sich kaum ausgewirkt, das ist auch immer etwas Glückssache. Bei unserem Plattenlabel JKP haben wir außerdem schon seit längerem die Ohrbooten unter Vertrag. Wir versuchen, den Jungs langfristig unter die Arme zu greifen, kümmern uns darum, dass sie immer wieder ein neues Album machen können, organisieren ihre Tourneen usw. Wir machen lieber mit einer Band etwas Richtiges, als dass uns mit mehreren irgendwann die Puste ausgeht. Schließlich ist JKP immer noch ein kleines Label. In eine ähnliche Kategorie fallen auch die Platten, die wir von den Boys oder T.V. Smith herausgebracht haben, auch wenn man die jetzt nicht unbedingt als Nachwuchsbands bezeichnen kann. Wir haben versucht, ihnen zu helfen, in Deutschland etwas populärer zu werden oder überhaupt Platten herausbringen zu können. Mittlerweile gibt es auch einige Bands, denen wir beim Management helfen.

Sophia (15 Jahre) aus Mannweiler-Cölln:
Für welche Lieder sind die Klaviernoten erhältlich?

Für die Platten "Reich & Sexy II", "Zurück zum Glück" und "In aller Stille" gibt es Songbooks, in denen alle Lieder vorkommen, mit allen Noten und den Gitarrenakkorden sowie mit vielen Erklärungen zu speziellen Spieltechniken.
Wer sich dafür interessiert, sollte in jedem guten Musikfachgeschäft fündig werden. Eine spezielle Klavierbearbeitung gibt es nicht. Wir spielen nun einmal alles mit der Gitarre. Wer Klavier spielen kann, kann ja mit der linken Hand die Akkorde spielen und mit der rechten das andere Zeug. Da ist besondere Kreativität gefragt!

Die Songbooks gibt es auch im "Kauf Mich"-Shop:
Selina (14 Jahre) aus Baumholder:
Werden Breiti und Andi auch mal ein Lied singen?

Ich hoffe für alle, die sich das eventuell anhören müssten, dass das nicht passieren wird. Denn 1.) können wir nicht gut singen und 2.) haben wir so eine komische Stimmlage, dass wir über eine bestimmte Tonhöhe nicht hinaus kommen. Dass wir bei Konzerten oder Plattenaufnahmen immer nur irgendwelche Chöre im Hintergrund singen, hat schon seinen guten Grund. Wir bemühen uns zwar wirklich darum, dass es besser wird. Doch mich singen zu hören, würde ich nur meinem schlimmsten Feind wünschen und sonst niemandem.