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27.03.2009 - Teil 61 mit Andi

Im März beantwortet Andi Eure Fragen.

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Fragen und Antworten

Joe (15 Jahre) aus St. Leon:
Wer schreit am Anfang von „Hier kommt Alex“?

Das ist Kuddel. Er ist bei uns grundsätzlich für alle Stellen verantwortlich, an denen geschrieen werden muss, außerdem für alle Spuren bei Liedern, für die wir eine hohe Stimme brauchen. Im Studio ist das immer eine ganz spezielle Situation, bei der man schon vom Zuhören im Regieraum heiser wird. Kuddel hat da eine echte Gabe für, seine Stimme hält erstaunlich lange durch. Live kann man ja bei „Still, Still, Still“ manchmal hören, was er für ein Organ hat. Und er scheint da auch eine gewisse Freude dran zu haben, obwohl er im Studio regelmäßig einen hochroten Kopf bekommt.

Tobias (14 Jahre) aus Hallenberg:
Von welchem Konzert der Tour sind die Ausschnitte im Video zu „Alles was war“ und wird es eine Live-DVD von der Tour geben?
Ricarda (15 Jahre) aus Kleinenberg:
Wann kommt die DVD vom Konzert in Hannover raus?

Wir haben im Dezember die beiden Konzerte in Hannover filmen lassen, für das Video zu „Alles was war“. Weil dann eh schon mal so viele Kameras da waren, haben wir jeweils das komplette Konzert aufgezeichnet. Was wir mit dem Material machen, steht aber noch nicht fest. Es existiert kein Plan, überhaupt eine Live-DVD herauszubringen, oder wenn, ob wir dann Hannover nehmen oder eine andere Stadt auf dem zweiten Tour-Teil. Das steht zurzeit völlig in den Sternen. Die Hauptaufgabe war es in Hannover, ein Video zu „Alles was war“ zu drehen, und das haben wir gemacht. Ob wir das restliche Material irgendwann noch schneiden, das wissen wir im Moment tatsächlich noch nicht.

Florian (27 Jahre) aus Gifhorn:
Warum haben es die Lieder „Kaufen geh´n“ und „Sorgen um Thomas“ nicht auf das neue Album geschafft? Ich finde, die hätten da super drauf gepasst!

Wir haben eigentlich bei jeder neuen Platte das Problem, dass wir mehr Lieder schreiben, als hinterher drauf passen. Am Ende muss die Auswahl so sein, dass man die Platte von A bis Z durchhören kann. Die Stücke müssen eine Einheit bilden. Wir waren am Ende sicher, dass das die richtige Zusammenstellung ist. Beim Grossteil der Lieder gibt es meistens einen Konsens. Dann fliegen aber auch immer ein paar Songs raus, was ich allerdings nicht so dramatisch finde. Ich war immer schon jemand, der sich viele Singles geholt und die B-Seiten angehört hat. Es macht einfach keinen Sinn, eine Platte herauszubringen, die ellenlang ist und einen irgendwann langweilt. Bei uns ist das immer eine basisdemokratische Entscheidung, wegen der viel diskutiert wird, speziell bei der letzten Platte. Wir hatten insgesamt fünf mögliche Zusammenstellungen von „In aller Stille“. „Kaufen geh´n“ und „Sorgen um Thomas“ haben es letztlich nicht geschafft. Und wir haben immer noch einige Stücke auf Lager, die wir in Zukunft in irgendeiner Form veröffentlichen werden. Wir waren auch eigentlich ganz froh. Es ist schöner, wenn etwas mehr zur Auswahl hat als zu wenig.

Anna-Maria (10 Jahre) aus Burgkirchen:
Was war euer schlimmstes Foto-Shooting?

Im Gegensatz zu mancher Erfahrung bei Video-Drehs gab es hier eigentlich nie eine richtige Katastrophe. Beim Foto-Shooting zu „Learning English“ wurde allerdings ganz schön rumgesaut. Hinterher waren bei jedem Bandmitglied größere Säuberungsaktionen nötig. Es kommt uns aber letztlich immer auf das Ergebnis an und das fand ich in dem Fall ganz lustig. Keinesfalls schlimm, aber sehr ungewöhnlich, waren die beiden Foto-Shootings für „Reich & Sexy“. Ich sage mal: Man hat sich schon auch auf das Foto-Shooting konzentriert, trotz der Ladies. Der lockere Eindruck, den die Bilder vermitteln, täuscht allerdings. Das war Präzisionsarbeit für die Fotografen, die Leute richtig hinzustellen, alle nackt. So etwas funktioniert nur, wenn alle richtig konzentriert sind. Das Ergebnis war aber in beiden Fällen sehr überzeugend – und so haben die Shootings natürlich auch Spaß gemacht.

Philipp (15 Jahre) aus Recklinghausen:
Könntet Ihr Euch vorstellen, eine Show mit Feuerwerk zu spielen, wie bei den Shows von KISS?

Wir sind keine Band, die viele Pyro-Elemente auf der Bühne braucht. Ich will es jetzt nicht kategorisch ausschließen, dass wir mal so etwas machen, aber es war eigentlich nie unsere Welt. Für mich war das auch bei anderen Bands nie ein Bestandteil der Live-Show, der mich sonderlich umgehauen hätte. Das ist wahrscheinlich Geschmackssache. Ich schaue mir durchaus schon mal ein Feuerwerk an, brauche das aber nicht auf der Bühne. Es kommt ja auch noch hinzu, dass eine Pyro-Show immer ein paar Euro kostet. Deswegen die Eintrittspreise erhöhen zu müssen, fände ich Schwachsinn. Bei einem Festival in der Schweiz ist blöderweise mal ein Feuerwerk gezündet worden, bevor wir auf die Bühne gekommen sind. Status Quo hatten ihr Set beendet, das Feuerwerk wurde gezündet – und alle Leute dachten, das Konzert sei zu Ende. War ein bisschen doof für uns! Was wir immer lustig fanden, waren allerdings Konfettikanonen. Neulich haben wir sogar einmal mit Feuerwerk gespielt, zumindest einen Song lang. Die Effekte waren Bestandteil der Show beim Stock-Car-Rennen von Stefan Raab. Da konnte ich mir die Pyro-Technik in der LTU arena mal aus nächster Nähe anschauen. Immer brauchen tue ich das aber nicht.