Fragen und Antworten
Dominik (22 Jahre) aus Innsbruck/Österreich:
Wer ist der Typ, der im "Strom"-Video den Kaffee für Euch besorgt.
Der Typ heißt Serafino und wurde uns vom Regisseur des Videos für die Rolle des Roadies vorgeschlagen. Dass er schon mal im „Big Brother“-Container gesteckt hat, wussten wir zu dem Zeitpunkt nicht. Wir haben das erst hinterher erfahren, es ist mir aber auch egal. Ich finde, dass er in dem Video einen guten Job gemacht hat. Keine Ahnung, wie er in der Sendung rübergekommen ist, aber wahrscheinlich muss man ihn deswegen nicht ein Leben lang boykottieren. Außerdem wundert es mich, wieviele Leute offenbar "Big Brother" sehen, obwohl sie behaupten, die Sendung scheiße zu finden.
Saskia (23 Jahre) aus Köln:
Ist das wirklich Kuddel, den man im Trailer zu "Palermo Shooting" sieht? Tauchen die anderen Hosen auch irgendwo im Film auf?
Wim Wenders fand die Idee lustig, dass jeder aus der Band einmal kurz in dem Film vorkommt. Es ist aber so: Wenn ich nicht selbst dabei gewesen wäre und wüsste, an welcher Stelle ich zu sehen bin, würde ich mich nicht einmal selbst erkennen. Mein Auftritt findet irgendwo im Hintergrund statt, in einer Szene, in der man auf etwas ganz Anderes achtet. Wir können ja mal ein Suchspiel daraus machen, wer wen aus der Band in welcher Szene erkennt…
Bernd (27 Jahre) aus Hannover:
Wieso hat nicht mehr Jon Caffery die Single „Strom“ produziert?
Jon Caffery hat dieses Mal weder die Single, noch das Album produziert. Das hat sich mit der Zeit so ergeben, als wir die Principal Studios in der Nähe von Münster für Demos ausprobiert haben. Wir sind mit dem Studio und dem dortigen Produzenten, Vincent Sorg, so gut klar gekommen, dass wir es einfach mal mit ihm probieren wollten. Nach so vielen Jahren – Jon hat seit der „Opel-Gang“ alle Platten mit uns gemacht – war das natürlich eine sehr schwierige Entscheidung. Letztendlich dachten wir aber, dass es gut wäre, mal wieder etwas zu verändern, wenn schon die Typen in der Band immer dieselben sind. Wir fanden es vorteilhaft, jemanden dabei zu haben, der Sachen aus uns rausholen konnte, die einem nicht mehr möglich sind, wenn man mit uns schon in einer Routine feststeckt.
Leonie (16 Jahre) aus Frankfurt:
Breiti, warum hast Du gegen die Veröffentlichung von "In Gottes Namen" ein Veto eingelegt? Ihr habt ja einige kirchenkritische Lieder gemacht.
In dem Lied gibt es eine Zeile, in der alle Gläubigen als hirnlose Lämmer dargestellt werden, die nur einem großen Führer hinterher laufen und gar nicht wissen, worum es wirklich geht. Diese Beschreibung hat dazu geführt, dass ich mich gegen diesen Text ausgesprochen habe, weil ich viele Leute kenne, denen der Glaube sehr viel bedeutet. Obwohl sie der Kirche gegenüber sehr kritisch eingestellt sind, treten sie nicht aus, weil sie meinen, die Kirche wenigstens in ihrer Gemeinde zum Besseren verändern zu können. Diesen Leuten wurde dieses Lied überhaupt nicht gerecht und deshalb kam es letztendlich dazu, dass es nicht veröffentlicht wurde. Es kann bei uns also auch schon mal passieren, dass etwas nicht gemacht wird, weil es einer aus der Band nicht will. Dafür musste ich gar nicht ausdrücklich „mein Veto“ aussprechen.
Stefan (23 Jahre) aus Mittenaar:
Warum bereut Ihr eigentlich, dass Ihr die Mini-LP "The Battle Of The Bands" rausgebracht habt? Und dass Ihr Euch dort als fünf verschiedene Bands ausgegeben habt, hat mich auch ein wenig stutzig gemacht.
Die Lieder auf dieser Platte haben wir für den so genannten „Formel Eins“-Film geschrieben. „Formel Eins“ war in den 80er Jahren eine Sendung, in der Musikvideos gezeigt wurden. Das geschah zu einer Zeit, bevor es MTV gab. Es war die einzige Möglichkeit, einmal in der Woche eine Stunde lang überhaupt Videos von Bands zu sehen. Irgendwann kam ein Regisseur mit der Idee auf uns zu, einen Film über die Sendung zu machen. Unsere Rolle war, immer wieder vergeblich zu versuchen, in die Sendung rein zu kommen. Immer wieder mit anderer Musik und in einer anderen Verkleidung. Deshalb kommen auf der Platte auch verschiedene Musikstile vor. Uns ist die Platte peinlich, weil der Film am Ende extrem schlecht geworden ist. Wir sind froh über jeden, der ihn nicht sieht. Und außerdem finden wir, dass uns die Lieder auf der Platte überhaupt nicht gut gelungen sind. Wir hatten sogar mal überlegt, ob wir die Platte einfach nicht mehr nachpressen und nicht mehr in die Läden stel len. Dann haben wir uns aber überzeugen lassen, dass wir uns mal ein bisschen locker machen sollen. Deshalb ist die Platte immer noch erhältlich. Außerdem hat diese Erfahrung dazu geführt, dass wir danach viele Angebote für schwachsinnige Filme abgelehnt haben. So hatte das alles doch noch sein Gutes
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