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30.06.2008 - Teil 52 mit Kuddel

Im Juli beantwortet Kuddel Eure Fragen.

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Fragen und Antworten

Claudia (34 Jahre) aus Hildesheim:
Kuddel, Du stehst ja offenbar privat auch ziemlich regelmäßig am Herd. Hast Du ein aktuelles Lieblingsrezept?

Was zuletzt immer sehr gut angekommen ist, das war mein Schokoladenkuchen. Ich bin von einem italienischen Rezept inspiriert worden, habe aber ein paar entscheidende Sachen umgeändert.

Für „Kuddels Schokoladenkuchen“ braucht man:
200 Gramm Zartbitter-Kuvertüre oder Blockschokolade
200 Gramm Butter
100 Gramm Mehl
140 Gramm weißer Zucker
140 Gramm brauner Zucker
6 Eier
1 gestrichener Esslöffel Kakaopulver (ungesüßtes; am besten von Van Houten)
1 kleine Prise Salz
Puderzucker (nach Bedarf)
1/2 Liter Schlagsahne
frische Pfefferminzblätter

1 gestrichener Teelöffel Zimt
1 Springform von 26 Zentimetern Durchmesser
Backpapier

Die Zubereitung: Backofen auf 180 Grad Celsius einstellen, dann die Schokolade zusammen mit der Butter im Wasserbad schmelzen und dabei gut umrühren. Mit dem Elektromixer Mehl, die beiden Zuckersorten, die Eier, das Kakaopulver und die Priese Salz aufschäumen, ganz lange dick und hell; dann die Schokoladenbutter hinzugeben, alles gut verrühren und in die mit Backpapier ausgelegte Springform füllen. Jetzt wird es ein bisschen tricky: Je nachdem, wie der jeweilige Backofen backt. Man muss den Punkt erwischen, an dem der Kuchen in der Mitte noch flüssig ist und am Rand schon ganz normal durch. Da der Kuchen, wenn man ihn aus dem Backofen holt, noch etwas „nachzieht“, wird er draußen automatisch fester. Um die Konsistenz zu testen, muss man einfach mit einem Holzspieß circa fünf Zentimeter in den Kuchenrand einstechen. Wenn der Kuchen dort fest ist, kann er raus aus dem Ofen. Das Backen dauert 35 bis 45 Minuten, bei meinem Ofen eher 35, dann etwas abkühlen lassen. Jetzt muss nur noch die Schlagsahne steif geschlagen werden, zusammen mit dem Zimt. Der Clou sind die frischen Pfefferminzblätter (Bitte keine Zitronenmelisse verwenden!), die in die Sahne reinkommen. Wer will, kann den Kuchen auch mit Puderzucker bestäuben. Sieht dann noch besser aus.

Wenn der Kuchen am Ende in der Mitte noch etwas cremig ist, ist er wirklich der Oberhammer. Ich kenne wirklich keinen, dem er nicht geschmeckt hat. Andi hat mich sogar einmal aus dem Urlaub angerufen und wollte das Rezept haben. Viel Spaß beim Backen! Schmeckt lauwarm am besten.

Katja (24 Jahre) aus Greifswald:
Was isst Du am liebsten, wenn Du nach einem Konzert von der Bühne kommst?

Wir haben auf Tour immer die Jungs von der „Roten Gourmet Fraktion“ dabei. Manchmal esse ich bei denen noch ein Sandwich oder einen Salat. Meistens brauche ich nach einem Konzert aber nur ein paar Schokoriegel oder etwas Obst. Ich bin nur selten richtig hungrig, wenn ich von der Bühne komme. Wenn wir auf Tour sind, esse ich normalerweise um 17 Uhr, also relativ früh am Tag, und danach nur noch eine Kleinigkeit. Sollte ich zwischendurch mal heiser sein, gibt es außerdem noch Ingwer-Limetten-Honig-Tee. Eine perfekte Mischung, um der Stimme wieder auf die Beine zu helfen.

Jana (39 Jahre) von Golm:
Wann spielt ihr wieder in kleinen Clubs oder Wohnzimmern?

Das haben wir ja gerade erst wieder gemacht, bei der Eins-Live-Thekenmeisterschaft. Zwei Tage nach „Rock am Ring“ sind wir in Niese eingelaufen: ein schöner, kleiner Ort, kaum größer als der, in dem ich zu Hause bin. Einwohnerzahl: 400. Es wurde einer der heißesten Gigs, die ich je gespielt habe. Die Temperaturen taten der Stimmung aber keinen Abbruch. Vor der Kneipe waren ein paar zusätzliche Boxen aufgestellt, so dass man auch mal etwas Frischluft schnappen konnte. Wir hatten das Set nach „Rock am Ring“ ein wenig umgestellt, Campi hat auch hier mit dem gebrochenen Fuß durchgehalten – und es war das erste rauchfreie Konzert von uns! Das war für die Sauerstoffzufuhr auf der Bühne gar nicht mal so schlecht. Selbst ich als langjähriger Raucher muss das eingestehen. Wir haben uns für die Zukunft vorgenommen, auch mal wieder eine größere Magical-Mystery-Tour zu spielen.

Fabian (18 Jahre) aus Eichstätt:
Dekliniert man den Artikel bei Eurem Namen eigentlich? Sprich: „Kuddel von „Die Toten Hosen“ oder „Kuddel von den Toten Hosen“?

Trini hat früher spaßeshalber darauf bestanden, den Bandnamen richtig auszusprechen. Der korrekte Bandname lautet ja tatsächlich: Die Toten Hosen. Wenn uns ein Journalist ansprach, musste die Frage also lauten: „Ihr seid also die Die Toten Hosen?“ Oder: „Was kann man von den Die Toten Hosen erwarten?“ Oder: „Du bist also Kuddel von den Die Toten Hosen?“ So müsste man es eigentlich auch heute noch korrekt formulieren… Ich fand das früher immer sehr lustig, wenn sich Trini künstlich über einen Fehler aufregte und auf die richtige Schreibweise hingewiesen hat, natürlich immer mit einem Augenzwinkern. Heute würde ich allerdings schon eher „Kuddel von den Toten Hosen“ sagen.

Kevin (15 Jahre) aus Erndtebrück:
Wie oft und wie lange probt Ihr in der Woche und am Tag?

Vor einer großen Tour proben wir vier bis sechs Wochen lang täglich. Sobald das Live-Set feststeht, spielen wir es einmal am Tag durch – vom ersten bis zum letzten Stück. So eine Probe vor der Tour dauert drei bis vier Stunden. Wenn wir an einem neuen Album arbeiten und der Tag näher rückt, ins Studio zu gehen, proben wir mindestens fünf Tage in der Woche, jeweils zwischen sieben und acht Stunden. Im Proberaum geht es natürlich nur um die Musik; Campis Kletteraktionen werden nicht geprobt. Deshalb habe ich auch jedes Mal Schiss, wenn er wieder mal spontan irgendwo drauf klettert, ohne die Gegebenheiten zuvor erkundet zu haben.