Fragen und Antworten
Christian (24 Jahre) aus Schwerte:
Welche Metal-Bands sagen euch zu?
Es gibt einige Kandidaten, die ich sehr gerne höre: Metallica gefallen mir live und auf Platte sehr gut. Mein All-Time-Favourite ist aber sicherlich AC/DC. Wir haben 2001 mit Angus Young & Co. ja auch auf Tour gespielt und hatten eine sehr gute Zeit mit ihnen. Wir freuen uns deshalb sehr, dass uns auf der „Machmalauter“-Tour Airbourne besuchen, sozusagen die jungen AC/DC. Die Konstellation, dass sie aus Australien stammen und zwei Mitglieder auch tatsächlich Brüder sind, ist einfach genial. Wenn man die Jungs spielen hört, denkt man wirklich, dass das AC/DC sind, in modern. Ich habe sie bislang nur auf Videos gesehen, aber das sah alles sehr viel versprechend aus. Der Video-Clip, den sie mit Lemmy gemacht haben, ist großartig. Natürlich gibt es auch Metal-Bands, mit denen ich überhaupt nichts anfangen kann. KISS finde ich persönlich zum Beispiel total langweilig.
Das Airbourne-Video mit Lemmy
Ralf (17 Jahre) aus Siegen:
Werdet ihr euch nach der „Machmalauter“-Tour wieder ins Studio begeben oder pausiert ihr?
Zurzeit hocken wir regelmäßig im Studio und arbeiten an der neuen Platte. Wir sind eigentlich ganz guter Dinge, haben schon ein paar Lieder zusammen. Wie immer sind wir mit dem Vorsatz an die Arbeit gegangen, dass es das beste Hosen-Album aller Zeiten werden soll. Ob das nachher wirklich so wird, ist eine ganz andere Frage… Wir freuen uns aber auch schon tierisch auf die Tour. Für mich ist es wirklich das, was ich mit der Band am liebsten tue: auf Tour gehen. Wir machen uns also gar keine Gedanken, was nach der Tour kommen könnte. Bis dahin ist es ja noch ein gutes Stück. Wir wollen jetzt erstmal die Platte fertig machen, die ganze Tour spielen und für die Zeit danach gibt´s keine Planung. Es wird aber sicher nicht wieder so eine lange Pause geben wie zuletzt. Als wir 2005 die Bandpause eingelegt haben, war das die erste nach 23 Jahren. Somit steht die nächste längere Unterbrechung wohl erst wieder im Jahr 2028 an…
Niklas (17 Jahre) aus Neuwied:
Habt ihr schon mal auf einer Hochzeit gespielt? Und wenn nicht, würdet ihr es machen?
Wir haben schon öfter auf Hochzeiten gespielt, es ist aber nicht unbedingt meine Lieblingsveranstaltung. Bei einer Hochzeit ist es öfter mal so, dass auch Gäste kommen, die einen gar nicht sehen wollen. So war es zum Beispiel einmal in Hannover. Da hatte jemand die glorreiche Idee, uns zu einem Magical-Mystery-Gig einzuladen und dem Brautpaar nicht mitzuteilen, dass wir das Geschenk sind. Das Brautpaar und die Gäste hatten eigentlich gar keinen Bock auf uns. Es war insgesamt eine sehr langweilige Gesellschaft. Um den Abend noch irgendwie zu retten, haben wir irgendwann selbst die Polizei gerufen. Als die dann tatsächlich „wegen Ruhestörung“ gekommen ist, wurde es etwas lustiger. Überraschungsauftritte bei Hochzeiten machen wir seitdem aber eher nicht mehr…
Sebastian (19 Jahre) aus Beckum:
Wisst Ihr schon wie viele Lieder auf das neue Album kommen werden?
Nein, das wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Wenn man neue Lieder schreibt, hat man meistens eine engere Auswahl von 20, 25 Stücken. Diese Songs sind dann alles Kandidaten, die auf der Platte landen könnten. Entschieden wird das aber erst ganz am Ende, wenn wir alle Songs aufgenommen haben. Die Favoriten stehen sicherlich schon vorher fest, aber man schaut am Schluss einfach noch mal, was gut zusammen passt. Die Frage ist dann: Was macht das Album rund? Manchmal haben wir uns wirklich bis zur letzten Sekunde Zeit mit der Entscheidung gelassen, ob ein Lied vielleicht doch noch auf die Platte kommt. Irgendwie kommen wir dann meistens bei 15 Stücken aus. Wir planen diesmal auch kein Doppelalbum, soviel kann ich schon mal verraten. Ob das Album „Machmalauter“ oder anders heißen wird, darüber haben wir uns auch noch keine Gedanken gemacht. Das macht man ebenfalls erst dann, wenn man alle Stücke zusammen hat.
Daniel (16 Jahre) aus Oberlengenhardt:
Jetzt mal ehrlich! Wie gut kann Vom Deutsch sprechen? Wenn er in Deutschland wohnt, muss er es doch auch sprechen können. Und warum verheimlicht er es immer?
Vom kann Deutsch sprechen. Es ist für ihn aber wohl einfacher, mit uns Englisch zu sprechen, weil wir das auch alle tun. Meistens ist es so, dass er nach ein paar Bier erheblich besser Deutsch spricht als völlig nüchtern. Da kann es dann auch schon mal sein, dass er auf Deutsch sehr, sehr lustige Sachen erzählt… Wenn man aus England nach Deutschland kommt, fällt es einem wahrscheinlich schwer, Deutsch zu lernen, weil man mit Englisch auch gut klar kommt. Vom ist sicher nicht derjenige, der allergrößten Wert darauf legt, die Sprache zu erlernen, aber er beherrscht sie natürlich mittlerweile ganz gut. Er ist ja schon ziemlich lange hier. Wer ihn also auf Deutsch blöd anmacht, sollte also vorsichtig sein (lacht)!
Jonas (14 Jahre) aus St. Ingbert:
Wie merkt ihr euch die Setlist?
Das ist ziemlich einfach: Wenn wir eine Setliste haben, schreiben wir die auf einen Zettel und kleben ihn unten auf die Bühne. Zum Ende der Tour hat man die Setliste natürlich irgendwann im Kopf, selbst wenn man immer mal wieder etwas umstellt. Es ist ja nicht so, dass wir jeden Abend dieselben Stücke spielen. Es kann auch mal sein, dass wir spontan etwas ändern, zum Beispiel bei der Zugabe oder wenn die Leute etwas rein rufen. Es ist nicht so, dass man sich immer sklavisch an das hält, was auf dem Zettel steht. Wir haben immer ein gewisses Gerüst, das einen durch jeden Abend trägt. Schon allein wegen des Lichts muss man sich bei größeren Konzerten vorher überlegen, was gut zusammen passen könnte.
Tim (39 Jahre) aus Bremen:
Könnt ihr euch noch an euren Auftritt in Lesumer Freizeitheim (Bremen) erinnern? Der war noch vor dem Schlachthof-Auftritt als „Die Toten Hasen“…
Lieber Tim, ich kann dir garantieren, dass wir vor dem Schlachthof-Konzert nicht als „Die Toten Hosen“ aufgetreten sind. Da vertust du dich oder warst leider total betrunken. Vielleicht hast du ZK gesehen – aber ich kann mich an keinen Auftritt der Toten Hosen im Lesumer Freizeitheim erinnern. Unser erstes Konzert fand definitiv 1982 zu Ostern statt. Deshalb wurden wir auch überhaupt erst als die „Die Toten Hasen“ angekündigt. Der Veranstalter dachte, wir hätten uns wegen Ostern so genannt und hat das dann auf das Plakat geschrieben.
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