Fragen und Antworten
Pedda (16 Jahre) aus Bremen:
Du bist schon durch Deine Touren viel unterwegs. Warum dann noch Reisen als Hobby?
Ich bin einfach gerne unterwegs. Wenn ich länger als zehn Tage zu Hause sitze, dann werde ich nervös. Ich steige auch gerne in Hotels ab, zum Beispiel wenn ich mit der Band unterwegs bin. Und ich besuche gerne meine Freunde. Weil die aber bei mir in aller Welt verstreut wohnen, bleibt mir schon von daher nichts Anderes übrig, wenn ich die regelmäßig sehen will.
Silke (21 Jahre) aus Dormagen:
Wo auf der Welt hat es Dir am besten gefallen und warum?
Früher bin ich immer am liebsten in Großstädte gefahren, je größer, desto besser. Am häufigsten und am längsten war ich in Rio de Janeiro und in New York, auch weil ich dort gute Freunde hatte. Zuletzt habe ich aber auch die Natur für mich entdeckt, als ich mit meiner Freundin und einem Freund aus Vancouver in Kanada eine Kanutour machte. In der Wildnis zu sitzen, umgeben von Bären und Wölfen, ist dann doch noch mal etwas ganz Anderes, als sich immer nur in großen Städten herumzutreiben.
Vincent (15 Jahre) aus Berlin:
Ich habe gelesen, dass ihr alte Alben im Sound und überhaupt neu macht.
Bringt ihr dazu auch alte Bootlegs raus?
Tatsächlich bringen wir alle unsere alten Alben bis einschließlich „Auswärtsspiel“ noch einmal neu heraus. Das Ganze macht deshalb Sinn, weil wir alles nachbearbeitet haben. Der Sound, speziell der ganz alten Aufnahmen, ist tatsächlich noch mal um Einiges besser geworden. Dazu haben wir auf jedes Album noch reichlich Bonusmaterial gepackt: alte Demos, Live-Aufnahmen oder bisher unveröffentlichte Stücke. Bootlegs sind nicht dabei, weil wir so viele eigene Aufnahmen haben, dass wir nicht auf Bootlegs zurückgreifen mussten. Außerdem ist die Aufnahmequalität von Bootlegs meistens sehr schlecht. Und das war ja gerade nicht Sinn und Zweck der Übung.
Florian (26 Jahre) aus Gifhorn:
Wann ist das Lied "Einmal in vier Jahren" auf dem Live-Album "Im Auftrag des Herrn" entstanden und warum ist es nicht auf einer Studio-CD vertreten?
Das Lied haben wir extra für die Tournee geschrieben, bei der wir diese Live-Platte aufgenommen haben. Deswegen ist es auch nie mehr auf einem Studioalbum gelandet, weil es eben nur mit dieser Tournee und dieser Live-Platte zu tun hatte. Es ist auch nicht geplant, das Lied irgendwann nochmal im Studio einzuspielen. Schon auf der ersten Live-Platte gab es ein Stück, das wir nie im Studio aufgenommen haben: „Happy Metal“. Das war allerdings mehr ein Zwischenteil zwischen zwei anderen Liedern als ein eigenes Stück. Bei der letzten Tour gab es dann wieder mal einen richtigen Song, der extra für die Tournee entstanden ist: „Feuer frei“.
Sven (16 Jahre) aus Kaiserslautern:
Nehmt ihr eigentlich noch Unterricht für eure Instrumente?
Richtig ist, dass wir nie Unterricht genommen haben, keiner von uns.
Vielleicht hätten wir das besser mal tun sollen (lacht). Ich habe es aber tatsächlich mal probiert. Ende der 80er Jahre gab es in Düsseldorf eine sehr viel versprechende Heavy-Metal-Band namens Warlock. Mit dem Gitarristen von denen, Peter Szigeti, habe ich mich zweimal getroffen, aber außer dass wir zweimal eine Stunde aneinander vorbei geredet haben, ist nicht viel passiert. Deren Art, Musik zu spielen, und unsere waren einfach komplett verschieden. Und deswegen konnte mir der Mann leider nichts beibringen.
Danach habe ich nie wieder den Versuch unternommen, mir einen Lehrer zu suchen. Das soll aber nicht heißen, dass das für die Zukunft ausgeschlossen ist. Dazulernen kann man immer etwas. Doch unsere wichtigste Quelle war
immer: Platten von unseren Lieblingsbands anzuhören. Dabei haben wir am allermeisten gelernt.
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