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21.09.2007 - Teil 44 mit Kuddel

Im August beantwortet Kuddel Eure Fragen.

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Fragen und Antworten

Josef (18 Jahre) aus Oberwaltersdorf/Österreich:
Habt ihr irgendwann mal vor, ein Album gemeinsam mit Gentleman aufzunehmen?

Wir haben ja öfter schon mal Reggae-angehauchte Stücke in unserem Programm gehabt, allerdings war das eher Reggae im Stil von The Clash. Ein gutes Beispiel dafür ist zum Beispiel „Weihnachten bei den Brandts“ von der „Wir warten auf´s Christkind“. Die Zusammenarbeit mit Gentleman hat uns sehr viel Spaß gemacht; „The Guns of Brixton“ von The Clash war das optimale Stück dafür. Wir haben vor dem Auftritt bei der Comet-Verleihung nur einmal zusammen geprobt, aber schon dabei haben wir sehr viel dazu gelernt. Gentleman kam in unseren Proberaum nach Düsseldorf, hatte sich super vorbereitet und einen eigenen Text geschrieben. Er hat seine Strophe dann musikalisch und textlich neu in das Stück integriert. Das fanden wir sehr beeindruckend und erfrischend. Das Stück, stilmäßig so aufzubrechen, wäre uns nicht eingefallen. Ein ganze Album mit ihm ist aber zurzeit nicht geplant.

Alexander (16 Jahre) aus Gelsenkirchen:
Könnt Ihr alle noch zusätzliche Instrumente spielen außer euren Hauptinstrumenten?

Breiti lernt gerade sehr erfolgreich Klavier. Er kann auch Bass spielen und hat früher sehr viel Schlagzeug gespielt. Vom ist im Zweifelsfall dazu in der Lage, ein bisschen Gitarre zu spielen und bestimmt auch ein bisschen Bass. Bei Campino ist ja allgemein bekannt, dass er noch von früher etwas Trompete spielen kann. Angefangen hat er aber mit dem Schlagzeug, wollte eigentlich Schlagzeuger werden, bevor er beim Gesang landete. Auf der „Opel-Gang“ saß er sogar bei einigen Stücken hinter den Drums. Er hat auch schon mal eine Mundharmonika ausgepackt, musste diese allerdings etwas zukleben, so dass nur noch zwei Löcher übrig blieben. Nur Andi ist bei uns …äh… eigentlich nur Bassist. Andi hält sich in der Hinsicht etwas zurück und bleibt bei seinen Leisten. Er hat zwischendurch mal mit der Gitarre angefangen, hat es aber nicht durchgezogen. Vielleicht steht ja noch eine Harfe bei ihm im Keller, von der er uns noch nichts erzählt hat, und mit der er heimlich übt (lacht). Ich selbst kann zusätzlich Bass und ein bisschen Klavier. Schlagzeug war mein erstes Instrument, noch vor der Gitarre. Während der Schulzeit habe ich nur Schlagzeug gespielt. Wenn ich heute eine Idee für einen neuen Song habe, mache ich mir deshalb immer Gedanken über die komplette Instrumentierung. Das war bestimmt manchmal etwas schwierig für Trini und Wölli und ist es heute manchmal für Vom. Schlagzeuger neigen halt dazu, spontan auf etwas einzusteigen. Die sind dann schon mal genervt, wenn ich mir zuhause etwas besonders Blödes ausgedacht habe, was womöglich gar nicht ihrem Spiel entspricht. Manchmal funktioniert es aber auch…

Jonas (16 Jahre) aus Nusse:
Auf dem Unplugged-Album habt ihr ja auch ein paar neue Lieder. Werden diese auch mal „plugged“ zu hören/sehen sein?

Wir sind uns überhaupt noch nicht im Klaren darüber, welche Live-Sets wir bei der Tour im nächsten Jahr spielen werden. Wir werden aber sicherlich probieren, ob das eine oder andere Stück vom Unplugged-Album funktioniert. Wir halten uns zurzeit auch noch offen, ob wir die neuen Songs eventuell noch einmal aufnehmen. Wenn die vier Lieder „plugged“ gut oder sogar besser klingen, könnten wir uns das sogar sehr gut vorstellen, die noch einmal elektrisch aufzunehmen. „Der Bo-Frost Mann“ ist schon ein ziemlicher Lacher, das könnte ich mir zum Beispiel ganz gut vorstellen. Das steht aber alles noch in den Sternen!

Julian (14 Jahre) aus Verden (Aller):
Auf den Bühnen habt ihr immer mehrere Amps/Verstärker stehen. Ich glaube, hinter Kuddel standen mal fünf Stück. Sind die alle voll aufgedreht? Die blasen einem doch bestimmt die Ohren weg, wenn die aufgedreht sind, oder?

Ich spiele zwei Verstärker mit jeweils zwei Boxen, so genannte Fullstacks. Breiti und ich verwenden ENGL-412er-Boxen. Und als Top-Teile habe ich auf der letzten Tour die ENGL Special Edition benutzt. Wir haben vorher im Studio sehr viele Boxen anderer Hersteller getestet, sind aber bei den ENGL-Boxen hängen geblieben, weil sie am druckvollsten sind und den besten Sound liefern – bei jeder Lautstärke, auch bei leisen Einstellungen. Man muss die Amps also gar nicht voll aufdrehen. Bei der Menge an Boxen, die man heute auf der Bühne stehen hat, geht es eigentlich gar nicht mehr um die Lautstärke, sondern darum, dass der Sound der beiden Amps ausgewogen ist, damit man überall auf der Bühne eine gleichmäßige Lautstärke hat. Es geht also weniger um Ohrenbluten als um Gleichmäßigkeit.

Noel (15 Jahre) aus Heimboldshausen:
Hat der hidden track auf der „Kauf MICH!“-CD eigentlich einen Namen?

Das Stück heißt „Der letzte Tag“. 1993 gab es noch nicht ganz so viele Bands, die ein Stück am Ende der CD versteckten.
Ich fand damals, dass man ganz angenehm überrascht war, wenn da plötzlich noch irgendwas kam, wenn man irgendeine CD durchlaufen ließ. Im Nachhinein ärgere ich mich aber fast ein wenig darüber, dass wir für den hidden track ein so gutes Stück genommen haben. Wir werden wirklich häufig auf dieses Stück angesprochen. Ich persönlich würde das heute lieber in der normalen Songliste sehen. Bei der Neuauflage unserer CDs haben wir das jetzt auch korrigiert. Das Lied kommt jetzt direkt nach "Katastrophen-Kommando", ohne unnötige Pause. Wir haben es irgendwann auch mal live gespielt, auf der letzten Tour war es allerdings nicht im Live-Set.

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