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07.06.2007 - Teil 41 mit Campino

Im Juni beantwortet Campino Eure Fragen.

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Fragen und Antworten

5 Fragen an Campino:

Achim Philipp (15 Jahre) aus Bitterfeld:
Wie ist euer Song "Freitag der 13." gemeint? Ich habe schon oft versucht, ihn zu verstehen, aber ich schaffe es nicht wirklich.

"Freitag der 13." ist mit der Geschichte von Norman Bates zu vergleichen. Es geht um einen Mann, der das Leben mit seiner Partnerin nicht mehr aushielt, weil er sich von ihr terrorisiert gefühlt hat. Sein Lösung war daher ganz pragmatisch: Er bringt sie um, stopft sie aus und hat von diesem Tag an einen lieben Partner, der sich über nichts mehr beschwert.

Lu (14 Jahre) aus Wuppertal:
Es gibt ja ein Lied von euch, das heißt "Die 7 ist alles". Warum ausgerechnet die "7"?

Die "7" hat tatsächlich als Glückszahl in meinem Leben immer wieder eine Rolle gespielt. Kevin Keegan vom Liverpool FC trug die Nummer sieben, genau wie Kenny Dalglish. Fortuna schlug Ende der 70er Jahre den FC Bayern mit 7:1. Und dann kam 1977 auch noch die Punk-Rock-Explosion. Ich habe dieser Zahl so viel zu verdanken.

Ursula (17 Jahre) aus Abtsgmünd:
Wie seid ihr auf den Text von "Alles aus Liebe" gekommen?

Der Text beruht auf einer wahren Begebenheit, ist allerdings deutlich überzeichnet. Ich will hier jetzt nicht darstellen, was damals genau geschah, denn darum geht es in dem Lied eigentlich auch gar nicht. Uns kommt es viel mehr darauf an, den Wahnsinn zwischen Liebe und Hass zu thematisieren. Dass Menschen, die sich einst unglaublich geliebt haben, sich irgendwann vor lauter Hass nur noch zerstören wollen, ist eine traurige Tatsache. Aber solange es uns gibt, wird so etwas auch immer wieder vorkommen.

Peter (16 Jahre) aus Forchheim:
Campino, stimmt es, dass du in den 90ern öfter mal unter dem Namen Rudi Dutschke in Hotels eingecheckt hast? Wenn ja, warum?

Das ist durchaus möglich. Wir haben bis zum heutigen Tag hunderte von Pseudonymen in Hotels benutzt, erstens weil es uns immer Spaß gemacht hat und zweitens weil es manchmal auch ein gewisser Schutz vor ungebetenen Gästen ist. Drei meiner meistbenutzten Namen waren: Matt Dangerfield, Zakk Tschaikowsky - und Bruno Zabcic. Ein Schuster aus München. Ich habe den Namen im Vorübergehen auf der Straße gelesen.

Mareike (15 Jahre) aus Hannover:
Geht es um eine bestimmte Person in dem Lied "Ehrenmann"?

Nein, es geht vielmehr um die allgemeine Heuchelei nach dem Tode. Speziell auf Beerdigungen werden die größten Lobeshymnen gesungen, dass man sich manchmal fragen muss, ob man sich nicht verlaufen hat und auf der falschen Beerdigung gelandet ist. Mit das Krasseste, was ich in dem Zusammenhang gehört habe, war die Geschichte von einem Pfarrer, der eine 15-minütige Dauerlaudatio hielt, um mit den Worten zu schließen: "Peter Müller war ein Mann, der in unserer Erinnerung immer weiterlebt und nie vergessen sein wird." Peinlicherweise hatte der Pastor den Namen verwechselt. Es handelte sich um einen ganz anderen Menschen. Taktvollerweise hat ihn während der Beerdigung aber niemand drauf hingewiesen. Es haben alle geschwiegen.

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