Fragen und Antworten
Lars Peters (30 Jahre) aus Schwerin:
Kannst Du Dir vorstellen, ein Album wie „Opel-Gang“ noch einmal neu aufzunehmen? Mit heutiger Studiotechnik?
Ich glaube, dass es für uns keinen Sinn macht, alte Lieder neu aufzunehmen. Oft beziehen sie ihren Reiz ja gerade aus der Tatsache, dass die Studiotechnik noch nicht so perfekt war, wir uns noch nicht so teure Studios leisten konnten – oder wir musikalisch einfach noch nicht so gut waren, zum Beispiel bei der „Opel-Gang“. Wenn man die Platte heute noch einmal aufnehmen würde, hörte sie sich bestimmt wesentlich langweiliger an. Dagegen würde es mich manchmal schon reizen, einzelne Stücke aus der Bandgeschichte neu aufzunehmen. Das hat dann aber eher den Grund, dass wir sie in der Zwischenzeit live sehr oft gespielt haben. Und beim regelmäßigen Spielen verändert sich schon einmal das Tempo. Was aber wirklich eine Möglichkeit sein könnte, ist, dass man die alten Platten neu mastered, also den allgemeinen Sound noch mal neu einstellt. Darüber denken wir tatsächlich zurzeit nach, auch bei der "Opel-Gang".
Janick (17 Jahre) aus Rüti/Schweiz:
Könnt ihr euch vorstellen, irgendwann noch ein Konzert mit alten Songs zu geben? Zum Beispiel mit Stücken von der „Reich & Sexy I“ und früher – oder sogar noch älter wie auf der Live-CD „Bis zum bitteren Ende“?
Als wir das Grillfest auf der Loreley veranstaltet haben, gab es am Abend vor dem eigentlichen Konzert einen Auftritt in einem Zelt. Da haben wir tatsächlich nur solche Lieder gespielt, die kein Bestandteil des damaligen Toursets waren, und die wir lange nicht mehr oder noch nie live gespielt hatten. Das hat sehr viel Spaß gemacht! Es war eine Überraschung für uns selbst, was dabei herausgekommen ist. Deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass wir das bei passender Gelegenheit noch einmal wiederholen.
Jochen (13 Jahre) aus Weilburg:
Was ist aus Walter November geworden?
Für alle, die es nicht wissen, noch mal zur Erklärung: Walter November war unser dritter Gitarrist, als wir vor 25 Jahren anfingen. Walter hat aber schon 1983 die Band verlassen und ist zurück zu den Zeugen Jehovas gegangen. Leider hat er vorher noch seine wertvolle Plattensammlung zerstört und keiner konnte ihn davon abhalten. Es kam, wie es kommen musste: Nach wenigen Wochen war er bei den Zeugen Jehovas auch nicht mehr zufrieden, hat mühsam versucht, sich seine alten Platten neu zu beschaffen, und ist zum Punk-Rock zurückgekehrt – allerdings nicht mehr in die Band. Als es später mit Techno losging, hat man ihn dafür bei jedem Rave gesehen, bis in die frühen Morgenstunden. Heute klebt er in Düsseldorf Plakate für andere Bands und ist ein sehr entspannter Typ, mit dem ich mich immer gerne unterhalten habe. Wir sehen ihn nicht wirklich oft, aber wir haben immer noch ein gutes Verhältnis zu ihm.
Meike (18 Jahre) aus Gillersheim:
Wie seid ihr auf die merkwürdige Idee gekommen, einen Trucking-Mix von "Opel-Gang" aufzunehmen und auch noch zu veröffentlichen?
Der Mix ist im Zusammenhang mit der ersten Roten-Rosen-Platte entstanden, für die wir bekanntlich alte Schlager schnell und hart gespielt haben. Da haben wir uns gedacht: Lasst es uns mit unseren eigenen Liedern genau andersrum machen, also einen Song wie „Opel-Gang“ in einer Schlagerversion spielen! Und das ist die ganze Geschichte dahinter…
Nicole (17 Jahre) aus Bookholzberg:
Warum sind in dem Buch „Das Alte und das Neue Testament“ nicht die Lieder „Song 2“ und „Cokane in my Brain“ zu finden?
In dem Buch findet man alle Lieder, die wir jemals geschrieben haben, mit Texten und Gitarrenakkorden. Weil das ohnehin schon so viele sind und der Platz begrenzt war, wollten wir nicht auch noch die ganzen Coverversionen dazu nehmen. Wenn man sich anschaut, was wir über die Jahre an fremden Stücken aufgenommen haben, wäre da schon Einiges zusammen gekommen. Sicherlich gibt es wichtigere Coverversionen für uns wie die auf der „Learning English“, manche sind aber auch einfach nur aus Spaß entstanden. Es hätte in dem Zusammenhang auf jeden Fall den Rahmen gesprengt. Die Idee des Songbooks ist ja, dass man endlich einmal alles handlich und kompakt auf einen Blick hat und das Buch locker in die Hosentasche stecken kann.
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