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04.10.2006 - Teil 34 mit Andi

Im Oktober beantwortet Andi Eure Fragen.

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Fragen und Antworten

Alena (14 Jahre) aus Möglingen:
Wer bemalt eure Gitarren und wie macht man das?

Das ist unterschiedlich. Ich mache das bei meinen Bässen immer selbst. Da schneide ich mir dann Schablonen mit den Motiven, die ich mir so vorstelle, und sprühe die dann einfach drauf. Kleiner Tipp vom Fachmann: Die Pick Ups und Regler sollte man allerdings abkleben, sonst hört sich der Bass hinterher etwas anders an! Breiti erledigt das immer zusammen mit seinem Bruder, der ja auch viele Bühnenmotive für uns gestaltet, und Kuddel geht mit seinem Ideen zu seinem Gitarrenbauer. Mir hat es schon immer Spaß gemacht, wenn die Instrumente nicht so aussehen wie aus dem Laden und da gibt es dann reichlich Gestaltungsmöglichkeiten. Ich habe auch schon mal einen Bass mit einer grausigen Dekofixfolie beklebt – und sogar das sah hinterher gut aus.

Laura (24 Jahre) aus Dortmund:
Was ist das für ein Gefühl für den „Rest“ der Band, wenn Campino jetzt theatermäßig durchstartet und Schlagzeilen füllt? Schwelt da nicht ein wenig die Angst, dass er durch die einjährige Pause ein schöneres Leben kennen lernt und die Hosen nicht mehr in der alten Konstellation zusammenfinden?

Nein. Erst einmal freut es mich, dass Campino so erfolgreich mit seinem Theaterstück ist. Da fieberte man dann schon mit seinem Bandkollegen mit, dass so eine Sache gut geht. Und ich habe das Stück jetzt noch ein zweites Mal gesehen und kann nur sagen, dass er seine Sache verdammt gut macht. Aber ich habe keinerlei Befürchtungen, dass wir jetzt alle getrennter Wege gehen werden, denn obwohl ich meine, dass die Pause genau richtig war, um auch mal wieder was ganz anderes kennen zu lernen, weiß man doch, dass die Hosen das Beste sind, was man machen kann. Und ich hoffe mal, das gilt für meine Bandkollegen auch. Insofern bin ich guter Dinge.

Nis (14 Jahre) aus Helgoland:
Wie habt ihr es geschafft, früher (auch noch zu ZK-Zeiten) die Gitarre und den Bass zu stimmen?

Tatsächlich war das in der ersten Zeit ein Problem. Aber zum Glück gibt es ja Stimmgeräte. Die liegen immer richtig.

Rebecca (16 Jahre) aus Memmingen:
Was sagt ihr dazu, dass die Altersgruppe eurer Fans so unterschiedlich ist?

Das finde ich absolut positiv. Es ist klasse zu sehen, dass es eine Menge Leute gibt, die uns schon lange begleiten. Zu sehen, dass sie immer wieder Spaß daran haben, uns spielen zu sehen und alle Lieder textsicher mitsingen, ist jedes Mal aufs Neue eine prima Erfahrung. Genauso wichtig ist es aber, dass auf den Konzerten auch junge Kids dabei sind. Die Vorstellung, dass man einmal nur Konzerte für die alten Fans performen müsste, in so einer Art „Oldies but Goldies“- Nacht, fand ich noch nie besonders sexy. Außerdem ist es auch so, dass die Jüngeren auf den Konzerten meist für die Action sorgen. Generell freue ich mich erst mal über jeden, der zu unseren Konzerten kommt und glaube, dass bei uns die Mischung zwischen jung und alt stimmt.

„hosenfreak“ (14 Jahre) aus Schwalmstadt
Wer kam in den 80er Jahren auf die Idee, einen Kindersarg als Gitarrenkoffer zu kaufen?

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber ich glaube, dass wir die Idee „gemeinsam“ hatten. Der Kindersarg war damals tatsächlich billiger, als ein Case für die Gitarren zu bauen. Wir waren allerdings schockiert von der Qualität – völliges Blendwerk. Auf jeden Fall war das in jeder Stadt ein Aufstand, wenn man mit einem Kindersarg auf dem Autodach einfuhr. In Timmendorfer Strand haben wir dann tatsächlich Stadtverbot bekommen. Es gab aber auch Situationen, die etwas komisch waren. Zum Beispiel hat Breiti einmal fast einen Kinderwagen überfahren – mit dem Sarg obendrauf. Das war dann doch etwas strange. Und an jeder Grenze musste das Ding geöffnet werden, weil die allen Ernstes dachten, da wäre ein totes Kind drin. Der dazugehörige Tour-Titel war allerdings einer der besten, den wir je hatten: „Die mit dem Sarg sind da“.

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