Fragen und Antworten
Claudia (15) aus Eulowitz:
Ihr habt ja schon einige Lieder in Englisch, Italienisch und Französisch aufgenommen. Könnt ihr euch auch vorstellen, mal eines auf Russisch aufzunehmen?
Wenn es von vielen Liedern Versionen in anderen Sprachen gibt, liegt das immer daran, dass wir in den entsprechenden Ländern gespielt oder Platten herausgebracht haben. Vor allem natürlich auf Englisch, denn das ist die Sprache, die überall am meisten verstanden wird. Außerdem ist es Campinos zweite Muttersprache, deswegen haben wir ja einige Lieder auch direkt auf Englisch geschrieben. Bei den Liedern, die wir auf Spanisch versucht haben, ist es auch noch so, dass Campino beim Singen eine Vorstellung davon hat, was er da gerade singt, weil er schon eine ungefähre Idee von der Sprache hat. Bei Polnisch zum Beispiel wäre das viel schwieriger, deswegen haben wir das noch nie probiert. Und in Russland sind wir noch nie gewesen, nur in Litauen, als es noch zur ehemaligen Sowjetunion gehörte. Deswegen hat sich die Frage nie gestellt.
Phillip Dick (16) aus Hemmersheim (Bayern):
Wird es jemals wieder eine Platte der Roten Rosen geben?
Ich habe die Roten Rosen schon länger nicht mehr gesehen, deswegen weiß ich auch nicht genau, was die so vorhaben. Bei denen dauert es ja immer ewig, bis die mal was Neues zusammen haben, und dann auch immer nur Cover-Versionen. Alleine zwischen der ersten und der zweiten Platte lagen elf Jahre, und die zweite ist jetzt auch schon wieder acht Jahre her. Die hängen immer ewig im Studio rum, basteln an irgendetwas rum, schmeißen dann alles weg und fangen wieder von vorne an. Für wen halten die sich eigentlich, Prince oder so was?
Cilian (16) aus Heidelberg:
Ab welchem Zeitpunkt konntet ihr eigentlich von eurer Musik leben?
Als 1987 die Live-Platte „Bis zum bitteren Ende“ herauskam und sich gut verkauft hat, sah es schon so aus, dass wir zum ersten Mal keine Nebenjobs mehr machen mussten, um uns über Wasser zu halten. Und als dann 1988 die „Ein kleines bißchen Horrorschau“ noch besser lief, hatten wir auf einmal die Freiheit, nicht nur von der Musik zu leben, sondern auch viele Ideen verwirklichen zu können, von denen wir vorher aus Kostengründen nur träumen konnten.
Hannah (16) aus Köln:
Wie habt ihr reagiert, als ihr erfahren habt, dass Campino Vater wird?
Als Campino Vater wurde, hatten wir ja schon Übung darin. Er war ja nicht der Erste in der Band, der Kinder bekommen hat. Als Kuddel als Erster von uns Vater wurde, habe ich das am Anfang als Konkurrenz empfunden zu dem, was wir mit der Band gemacht haben und war mir nicht sicher, ob sich das auf Dauer vereinbaren lässt. Inzwischen weiß ich längst, dass das nicht nur sehr gut geht, sondern es auf Dauer sogar wichtig ist, im Leben noch etwas Anderes zu haben, als nur die Band. Außerdem sind die Kids von den Jungs alle super.
Björn (16) aus Jever:
Wart ihr dieses Jahr eigentlich privat bei „Rock am Ring“?
Kuddel, Andi und ich waren da. Wenn ich in Düsseldorf bin, fahre ich da immer gerne hin. Es ist ja fast um die Ecke, man trifft jede Menge alte Bekannte und man sieht immer viele gute Bands. Außerdem muss man nicht so auf sich aufpassen, als wenn man selber spielt, sondern kann auf eine andere Art genießen, nur privat da zu sein. Aber oft schon, wenn am Nachmittag die erste gute Band auf einer kleineren Bühne spielt, juckt es dann doch wieder in den Fingern...
|