Fragen und Antworten
Florian (17) aus Berlin:
Trägst du bei euren Proben Ohrenstöpsel etc. um eure Ohren zu schützen?
Ich persönlich komme mit Ohrenschützern nicht klar. Ich benutze auch während der Konzerte nicht sogenannte „In Ear-Kopfhörer“. Für meine Ohren wäre es wahrscheinlich besser, aber ich mag das Gefühl einfach nicht. Besonders wenn man schwitzt hat man dann so einen „glucksenden“ Sound (vergleichbar mit einem mit Wasser vollgelaufenem Tunrnschuh) im Ohr, womit ich gar nicht klar komme. Hinzu kommt, dass man dann das Publikum nicht mehr so gut hören kann, und das ist definitiv einer der besten Sounds auf der Bühne. Meinen Ohren hat das alles über die Jahre hinweg nicht gut getan, aber ich vetraue für die Zukunft auf modernste Hörgeräte. Soweit ist es aber noch nicht, und so lange halte ich es mit dem Statement von Alex Harvey: „So lange ich meine Freundin noch schreien höre ist alles gut“.
Jenny (14) vom Bodensee:
Wirst du dir die Dreigroschenoper ansehen?
Selbstverständlich werde ich mir das ansehen, und ich bin sehr gespannt, wie mein Bandkollege das hinbekommt. Sowas zu spielen ist natürlich eine riesen Herausforderung, und ich ziehe schon jetzt meinen Hut vor Campino, dass er diesen Versuch wagt. Andererseits wird man natürlich nicht so oft die Gelegenheit haben mit einem Mann wie Klaus Maria Brandauer zusammen zu arbeiten, und das ganze noch in einem Stück, was man selber mag.
Phillip (16) aus Hemmersheim:
In welchem Land wo ihr noch nie vorher gespielt habt, würdet ihr am liebsten Mal auf Tour gehen?
Ganz oben auf unsere Liste steht mit Sicherheit Kolumbien. Wir haben viel gutes darüber gehört und würden schon wirklich gerne einmal hin. Es gab auch schon konkrete Gespräche mit einem Veranstalter vor Ort, dann hat sich aber die Sicherheitslage verschlechtert und die kolumbianischen Veranstalter haben uns abgeraten zu kommen. Aber wer weiß was die Zukunft bringt. Es ist aber nicht so, dass ich unbedingt ein weiteres Land abhaken muss. Es gibt genügend Länder wo wir schon gespielt haben und man immer wieder gerne hinfährt. Argentinien macht auch beim achten Mal genauso viel Spaß, und in Wien oder Zürich kann man, obwohl oder wahrscheinlich gerade weil man da so oft war, einen klasse Abend verbringen.
Christian
(22) aus Schwerte:
Von The Clash und den Ramoes habt ihr ja bereits Songs gecovert. Könntet ihr euch vorstellen, auch mal ein Song von den Sex Pistols zu covern?
Das haben wir mit „No One Is Innocent“ bereits getan. Zu finden ist dieser auf der B-Seite von „Carnival in Rio (Punk Was)“. Aufgenommen wurde das ganze mit Ronald Biggs im Zusammenhang mit der Platte „Learning Englsh Lesson One“. Wir wollten natürlich einen Song mit den Sex Pistols machen, und haben auch Kontakt zu Johnny Rotten aufgenommen. Der wollte aber zu der Zeit nichts von seiner Vergangenheit mit den Sex Pistols wissen, und so kamen wir auf die Idee, Ronald Biggs zu fragen, der bekanntermaßen auf „The Great Rock´n´Roll Swindle“ „No One Is Innocent“ gesungen hat. Der Besuch in Brasilien war dann eines der Highlights der gesamten Aufnahmen, und neben „No One Is Innocent“ wollte Ronald Biggs auch noch einen neuen Song schreiben. So ist dann „Carnival in Rio (Punk Was)“ entstanden.
Manu (17) aus Rudelzhausen:
Campino hat ja schon in einem Film mitgespielt. Gibt es auch einen Film, in dem andere Bandmitglieder zu sehen sind?
Ich hatte schon Gelegenheit das auszuprobieren. Es gab ja Minirollen beim „Formel 1-Film“, auch wenn ich meistens nur von links nach rechts laufen musste, und ein paar Statistenrollen, z.B. in „Langer Samstag“ oder „Voll Normaaal“. Desweiteren gab es noch die Theaterfassung zu „Uhrwerk Orange“ wo ich dann immerhin vier Sätze sagen musste. Danach wusste ich auf jeden Fall, dass ich definitiv kein Schauspieler bin und das lieber Leuten überlasse die da etwas von verstehen.
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