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29.04.2005 - Teil 20 mit Kuddel

Im März beantwortet Kuddel Eure Fragen.

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Fragen und Antworten

Jana (14) aus Neukamperfehn:
Was waren eure Lieblingsfächer und warum?

Musik, Kunst - und Russisch. Ich hatte sogar Russisch-Leistungskurs und die Note eins darin. Schließlich bin ich ja ein Viertel-Russe. Meine Familie stammt aus Riga, das heute in Estland liegt. Die Sprache wurde aber in der BRD eigentlich nur selten angeboten. In meiner Schule, dem Rethel-Gymnasium in Düsseldorf, war das Ende der 70er auch nur ein Versuchsprojekt, um mal eine exotische Sprache anzubieten. Ich bin da aber natürlich sofort eingestiegen, nicht zuletzt weil mein Vater auch noch etwas Russisch konnte. Es ist einfach eine wunderschöne Sprache! Leider ist bei mir heute nicht mehr allzu viel hängen geblieben. Als wir Ende der 80er Jahre auch mal in Wilna gespielt haben, ging das noch etwas besser. Ich konnte mir da schon noch ein Kotelett bestellen. Woran ich mich aus heutiger Sicht aber vor allem erinnere, wenn ich an Wilna denke, das sind die Bühnenkonstruktion und die unglaublich aufgebauten Lichttraversen, die der Schwerkraft kaum trotzen konnten (lacht).

Timo (27) aus Leipzig::
Wo nehmt Ihr eigentlich Eure Demos auf?

Vor der letzten Platte hatten wir ziemlich viel Zeit, schon mal alleine herumzuwurschteln. Und als ich dann die ersten Ideen zusammen hatte, die ich zu Hause nicht vernünftig aufnehmen konnte, bin ich ins Studio Soundsolution1 gegangen. Dort habe ich dann u.a. "Sehnsucht" und "Goldener Westen" aufgenommen - natürlich jeweils nur eine Rohfassung mit Blindtext. Die Sachen sind aber soundmäßig so gut geworden, dass wir hinterher auf der Platte einzelne Spuren mit verwenden konnten. Das Studio kann ich also nur wärmstens empfehlen. Heutzutage nehmen ja viele Leute lieber zu Hause auf, aber der Sound von einem richtigen Pult ist einfach immer besser als der Klang einer Soundkarte. Und außerdem klingt der Regieraum auch total ausgewogen, sowohl vorne wie hinten, was ja nicht überall der Fall ist. Normalerweise hat man hinten immer eine verstärkte Basswahrnehmung. Was man aber dort hört, hört man hinterher auch im Auto oder zu Hause! Ich will da auch gerne etwas Werbung für machen: Das Equipment und das Preis-Leistungs-Verhältnis sind in Oberlahr wirklich überdurchschnittlich. Und Studiobesitzer René Schulte weiß ähnlich wie Jon Caffery genau, wie er das Optimale aus einem Stück rausholen kann. Auf der Homepage von Soundsolution1 findet Ihr die komplette Kontaktadresse: http://www.soundsolution1.de

Biene (14) aus Wismar :
Wenn Ihr die Wahl hättet, würdet Ihr eher in der Stadt wohnen
oder auf dem Land?

Mein Mietvertrag lief aus und so hatte ich die Wahl, ob ich mir eine andere Wohnung suche oder aufs Land ziehe. Und weil wir das Wochenendhaus in der Eifel sowieso schon hatten, bin ich dann ganz dorthin - mit meiner Frau, meinen beiden Kindern, meinen drei Hunden und vier Katzen. Ich mag das einfach, wenn ich in meinem Haus Krach machen kann, ohne dass ich auf irgendeinen nervigen Mieter Rücksicht nehmen muss. In Düsseldorf bin ich aber natürlich auch noch oft, sei es zur Probe oder im Studio. Dann schlafe ich meistens auch dort. Und freue mich, dass ich mal wieder Japanisch essen gehen kann. Ich bin auch nicht wirklich in Gefahr, einen Landkoller zu bekommen, weil ich ja doch ziemlich oft weg bin. Wenn wir auf Tour gehen, ist die Großstadt ja selten fern. Doch dann bin ich auch wieder sehr froh, wenn ich wieder zurück aufs Land komme, wo um 23 Uhr die Lichter aus gehen. Denn wenn ich in Düsseldorf schlafe, bin ich oft schon genervt, wenn ich nur ein paar Autos um mich herum fahren höre (lacht).

Sandra (17) aus Köln:
Wo könntet Ihr Euch in ferner Zukunft Euren Altersruhesitz vorstellen?

Ich bin früher öfter mit meinen Eltern zu Verwandten nach Montreal geflogen. Da haben wir dann meistens einen Zwischenstopp in New York eingelegt. Und seitdem liebe ich diese Stadt. Früher war es immer mein Traum, mal nach New York zu ziehen. Das habe ich schon länger im Hinterkopf, aber vielleicht ist das auch nur eine blöde Idee. Schließlich sind die Sommer und Winter in New York immer so extrem, zu heiß oder zu kalt. Und ich habe mich mittlerweile auch schon sehr ans das Landleben gewöhnt. Ich weiß also nicht, ob das jetzt die optimale Lösung fürs Alter wäre, aber die Stadt finde ich einfach genial. Aber ich weiß halt nicht, ob das überhaupt noch mal funktionieren würde mit mir in der Großstadt, zumal in einer solchen. Aber für ein Jahr kann ich mir das irgendwann schon mal vorstellen.

Nico (18) aus Ahaus:
Wie stehen die Chancen, dass ihr nochmal in Australien, Japan oder Afrika tourt?

Bis jetzt ist das noch nicht geplant. Wir waren ja damals mit der Warped Tour in Neuseeland, Australien und Japan. Das hat uns sehr viel Spaß gemacht. Und das würden wir schon gerne irgendwann mal wiederholen. Jetzt kommt aber erstmal die Deutschland-Tour, und wir haben noch diverse andere Planungen laufen. Im Prinzip haben wir immer Lust, mal ganz woanders zu spielen. Dass das jetzt in Argentinien mittlerweile so gut läuft, freut uns wirklich sehr, aber Australien und Japan sind da für die Zukunft schon realistischer als Afrika. Vielleicht nehmen uns die Donots ja mal mit nach Japan. Die sind dort ja ziemlich bekannt und füllen größere Hallen! Und die wissen mittlerweile bestimmt auch schon gut über die lokale Restaurant-Szene Bescheid...

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