DTH-Newsletter

Wer automatisch auf dem Laufenden sein will, abonniert den Rundbrief der Toten Hosen.


Klicke hier, um Dich für den Newsletter anzumelden »

dth.de in:

English

Polski

Español

Aktionen //
Was Ihr schon immer von DTH wissen wolltet!

21.06.2004 - Teil 14 mit Vom

Wie immer findet Ihr hier zuerst seine Original-Antworten auf Englisch und jeweils darunter eine Übersetzung.

Hier könnt Ihr online Eure Fragen stellen:

Zum Formular

Zurück zur Übersicht

Fragen und Antworten

Roger (25) aus Gelsenkirchen:

??? Es heißt beim Fußball: Linksaußen und Torwarte sind verrückt! Bei Bands gilt das gleiche für Schlagzeuger, habe ich gehört. Stimmst du überein? (Wenn ja, nenn bitte einige Beispiele, die diese These beweisen! Wenn nein, umgekehrt!)

!!! Vom: I think I'm in trouble here as 1. I'm a drummer and 2. when I used to play football, my position was always number 10, inside left (I was too small for goalkeeper), so that must mean I'm really mad. Saying that, I've never considered myself "crazy" and have never done or said anything to make people deliberately think that. I just do things spontaneously, it's never planned to create effect. It's funny as friends have sometimes said to me that people who don't know me too well have said, in the past, "he's a good drummer but completely mad". I don't know what they mean, it's just natural to me, but the problem is that when rumours like this start going around, it's difficult to find work with other bands who don't take you seriously or are too scared to get involved. With regard to other drummers, I can't speak for them, but there have been classic cases like Keith Moon, John Bonham, Tommy Lee, Rat Scabies etc etc. I think the problem or cause is that, to play aggressive drums you have to have a lot of energy and sometimes you can't stop that after a show, and if you don't play then you need a release and that sometimes leads to weird and wonderful situations. To support the theory, read "Dear Boy, the life of Keith Moon" by Tony Fletcher or "The Dirt" by Mötley Crue

(Ich glaube, das sieht nicht gut für mich aus. Erstens bin tatsächlich Schlagzeuger und zweitens, als ich noch öfter Fußball gespielt habe, war ich immer die Nummer 10 - Linksaußen (als Torwart war ich zu klein). Das müsste ja bedeuten, dass ich total durchgeknallt bin. Aber ich habe mich selbst nie als "verrückt" betrachtet und ich habe auch nie absichtlich etwas getan oder gesagt, damit Leute das von mir denken. Ich mache alles spontan und habe nicht die Absicht, damit irgend einen Effekt zu erzielen. Komischerweise haben meine Freunde in der Vergangenheit manchmal zu mir gesagt, dass Leute, die mich nicht so gut kennen, von mir denken "er ist ein guter Drummer, aber vollkommen verrückt". Ich weiß nicht, was die meinen, für mich ist das ganz normal. Aber das Problem ist: wenn solche Gerüchte einmal in die Welt gesetzt sind, wird es schwierig, Bands zu finden, die mit dir arbeiten wollen und die dich nicht so ernst nehmen oder nicht Angst haben, da irgendwie mit reingezogen zu werden. Wenn ich mir andere Drummer ansehe - ich kann nicht für sie sprechen, aber es gibt da ein paar klassische Fälle - wie z.B. Keith Moon, John Bonham, Tommy Lee, Rat Scabies usw., dann denke ich, es gibt eine gute Erklärung für die Sache: um aggressiv Schlagzeug spielen zu können, muss man eine Menge Energie haben. Manchmal kann man deshalb nach einer Show nicht so einfach aufhören, und wenn du dann nicht spielen kannst, musst du das anders kompensieren. Und das wiederum führt manchmal zu echt eigenartigen, aber wunderbaren Situationen. Um diese These zu belegen, empfehle ich, "Dear Boy, the life of Keith Moon" von Tony Fletcher oder "The Dirt" von Mötley Crue zu lesen.)

Kirsten (17) aus Meersburg:

??? Kriegt Ihr das eigentlich mit, dass manche Fans für Euch um die halbe Welt fliegen? Und wie denkst Du darüber?

!!! Vom:
Yes there are a lot of fans who travel to all kinds of places to see us and I find that quite incredible. There are a few things that amaze me. The questions I ask myself are: do these people work? If no, then how do they pay for these journeys? And if yes, how much holiday time do they get a year? It's really great to see these fans at the shows and I have a lot of respect for those people who do it (most of them are like friends now anyway!!).

(Ja sicher, es gibt viele Fans, die uns zu allen möglichen Orten nachreisen, nur um uns zu sehen. Ich finde das ziemlich erstaunlich. Die Fragen, die ich mir da stelle, sind: arbeiten diese Leute eigentlich? Wenn nein, wie können sie sich die Reisen leisten? Und wenn ja: wieviele Urlaubstage haben die denn im Jahr? Es ist natürlich großartig, diese Fans bei den Shows zu sehen und ich habe großen Respekt vor ihnen (die meisten sind inzwischen sowieso fast wie Freunde geworden!).)

Petra (35) aus Mannheim:

??? Vom, Du hast ja jetzt Dein erstes Stück für die Hosen geschrieben - zusammen mit Campino. Wirst Du auch für das neue Album wieder aktiv werden?

!!! Vom:
I was very happy to contribute to the writing on Garageland. Basically, it's down to Campi if he needs a hand with some of the words or whatever. The problem is, that I'm up against tough competition. To start with, Campi is a great writer anyway and then there is always TV Smith and Matt Dangerfield who are both great lyricists and have contributed to Hosen songs in the past.

(Ich hab mich sehr gefreut, dass ich am Text von Garageland mitarbeiten konnte. Im Grunde liegt das aber an Campi, ob er Hilfe beim Texten braucht oder sowas. Das Problem ist nur, dass ich da gegen harte Konkurrenz antreten muss. Campino ist sowieso ein super Texteschreiber, und dann gibt es da immer noch TV Smith und Matt Dangerfield, die beide großartige Texter sind und ja auch schon in der Vergangenheit an Hosen-Songs mitgewirkt haben.)

Stephan (16) aus Kaiserslautern:

??? Was hältst du grundsätzlich von Festivals? Und was war das Beste, bei dem du je gewesen bist (als Musiker und als normaler Zuschauer (warum?))?

!!! Vom:
I used to love going to big festivals years ago, but I don't really get the chance to anymore as a member of the audience, and it's different when you're playing as you miss a lot of the fun and the atmosphere. My 2 favourites as a musician were 1. Reading 1986 when I was in Doctor and the Medics. This was our biggest show to date and I remember really enjoying this one, even though a full glass bottle of coke whizzed by my ear half way through the show which would have probably killed me if it had hit me in the face. 2. The other being Rock am Ring this year with DTH. With the playing on the truck and the Official show on Sunday, this made a very special weekend. The crowd were fantastic and some really old friends of mine were there who had never seen us before and were amazed by the whole thing. The most exciting I'd been to as a non-musician has to be Reading again. This time it was in 1988 when the Ramones and Iggy played together on the Friday night. It's difficult to explain what it's like to see these 2 acts on the same stage together on the same night. Incredible.

(Ich bin früher immer sehr gerne auf große Festivals gegangen, aber ich habe inzwischen nicht mehr die Gelegenheit dazu. Das ist sehr schade, denn es ist ein großer Unterschied, ob du selbst auftrittst oder im Publikum stehst. Du verpasst viel von der Atmosphäre. Die zwei besten Festivals, auf denen ich als Musiker gewesen bin, waren 1: Reading 1986, wo ich mit Doctor and the Medics gespielt habe. Das war unsere größte Show überhaupt und ich erinnere mich, dass ich da riesigen Spaß hatte. Obwohl während des Konzertes eine volle Glasflasche Coke haarscharf an meinem Ohr vorbeigeflogen ist, die mich wahrscheinlich umgebracht hätte, wenn sie in meinem Gesicht gelandet wäre. Die zweite Show war Rock am Ring mit DTH in diesem Jahr. Mit dem Konzert auf dem LKW und dem offiziellen Gig am Sonntag war es ein ganz besonderes Wochenende. Die Zuschauer waren fantastisch und ein paar wirklich alte Freunde von mir waren auch da, die uns noch nie zuvor gesehen hatten und von dem ganzen Festival vollkommen überwältigt waren. Das beste Konzert, auf dem ich jemals als Nicht-Musiker war, war ebenfalls Reading, aber diesmal 1988. Da haben Freitags abends die Ramones und Iggy Pop gespielt. Es ist schwierig, zu erklären, wie das ist, diese beiden Acts zusammen am selben Abend auf einer Bühne zu sehen. Unglaublich.)

Christian (22) aus Hamburg:

??? Vom, was war deine aufregendste Reise aller Zeiten zu einem Konzert einer anderen Band?

!!! Vom:
The most exciting journeys to shows were always the ones when I was still a teenager going up to London for the early punk shows. Every time this was a big adventure because we never knew what was going to happen, we never had tickets and most times we didn't even know how to get there. One time in particular was when I went with 2 friends to see the Ruts at the Marquee. After the regulation 1 hour on the train and then the tube (which we never paid for) we ended up in Wardour Street, then decided to go to the pub first, which was my first time in a London Pub. This was a great feeling as I always had trouble to get served where I lived, but no problem this time. I was starting to love London! Anyway by the time we got out the pub, the show was sold out and of course we had no tickets. We was well dissapointed, but my friend heard someone say "lets go round to the back door as there could be a chance there". So we went round the back which was in another street and seemed like miles away and went into the wrong building. We strated running up and down loads of stairs and although we could here the music, we couldn't find any back door. In the end my friend shouted "over here" and suddenly we were outside in the dark next to this little door. After about 10 minuetes the door opens and a guy says "3 of you, 7 pounds" (I later discovered that his name was Deptford John and he ended up working on the crew for "Doctor and the Medics"!) so we paid him our money and the door closed again. We were standing there thinking "we've just been ripped off" but then it opens again and he says "go straight down the front" so we did and the feeling we had when we all looked around at each other in this packed crowd was absolutely amazing. We were ecstatic, as we couldn't believe that we had actually got in and the show was one of the best I've ever seen. What a night. The journey home was even more incredible, but I'll save that for another time!

(Die aufregendsten Reisen zu Konzerten waren die, als ich noch als Teenager immer nach London gefahren bin, um die damaligen Punk-Konzerte zu sehen. Das war jedes Mal ein großes Abenteuer, denn wir wussten nie, was passieren würde. Wir hatten nie Tickets und meistens wußten wir gar nicht, wie wir dort hin kommen sollten. Einmal wollte ich mit zwei Freunden die Ruts im Marquee sehen. Nach der üblichen Stunde im Zug und anschließend in der U-Bahn (für die wir natürlich nie bezahlt haben), sind wir in der Wardour Street herausgekommen und haben uns entschlossen, erstmal in einen Pub zu gehen, was übrigens auch das erste Mal für mich in einem Londoner Pub war. Das war super, denn dort wo ich wohnte, hatte ich immer Probleme, bedient zu werden. Aber diesmal nicht... Ich begann, London zu lieben! Jedenfalls, als wir aus dem Pub rauskamen, war das Konzert ausverkauft - und natürlich hatten wir auch diesmal keine Tickets. Wir waren total enttäuscht, aber mein Freund hörte jemanden rufen "Lasst es uns an der Hintertür versuchen, da klappt es vielleicht noch!". Also gingen wir zur Rückseite des Hauses, die in einer anderen Straße lag und uns meilenweit weg vorkam, und gingen ins falsche Gebäude. Wir sind endlos Treppen rauf und runter gerannt, aber obwohl wir die Musik hörten, konnten wir die Hintertür nicht finden. Dann schrie mein Freund plötzlich "hier drüben" und schon standen wir draußen in der Nacht vor dieser kleinen Tür. Die öffnete sich nach 10 Minuten und ein Typ sagte "3 von euch, 7 Pfund". (Ich habe später herausgefunden, dass sein Name Deptford John war und letztendlich ist er in der Crew von "Doctor and the Medics" gelandet!) Wir bezahlten und die Tür schloß sich wieder. Wir standen da und dachten "Wir wurden gerade abgezockt.", als sich die Tür wieder öffnete und der Typ sagte "Geht geradeaus nach vorne durch!". Das taten wir und das Gefühl, das wir hatten, als wir in diesem völlig überfüllten Laden standen, war unbeschreiblich. Wir waren total ekstatisch, weil wir nicht glauben konnten, das wir reingekommen waren, und das Konzert war eines der besten, die ich je gesehen habe. Was für ein Abend. Und die Rückfahrt war sogar noch aufregender, aber die Geschichte hebe ich mir für das nächste Mal auf.)

Zurück zur Übersicht