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26.05.2004 - Teil 13 mit Andi

Nachdem wir letzten Monat eine Runde ausgesetzt haben, beantwortet Andi diesmal Eure Fragen zur Entstehung von Stücken und Alben:

Hier könnt Ihr online Eure Fragen stellen:

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Fragen und Antworten

Alex (14) aus Düsseldorf:

??? Nehmt Ihr eure CDs im Studio immer zusammen spielend oder einzeln auf?

!!! Andi: In der Regel ist es immer so, dass wir ein Stück alle zusammen im Studio aufnehmen. Wenn wir mit dem Ergebnis zufrieden sind, fangen wir an, auf diesen Basictrack Sachen zu addieren. Dabei ist es zuerst einmal am wichtigsten, dass das Schlagzeug auf dem Band so ist, wie wir uns das vorstellen; Bass und Gitarren kann man immer noch nachträglich ausbessern oder neu aufnehmen. Danach nehmen wir dann weitere Gitarren, Effekte, Gesang und Chöre auf. Es gibt aber natürlich auch Ausnahmen, besonders bei Stücken, die nicht gerade unserer klassischen Instrumentierung entsprechen. Bei "Schwimmen" zum Beispiel wurden die einzelnen Spuren alle nacheinander aufgenommen. Aber wie gesagt, diese Vorgehensweise ist eher die Ausnahme.

Nadja (27) aus Wiesbaden:

??? Wie entsteht ein Lied? Ist zuerst der Text oder die Melodie da?

!!! Andi:
Es ist fast immer so, dass die Musik zuerst da ist. Die halten wir dann im Proberaum auf Band fest, und dann probiert Campino dazu einen Text zu finden. Wenn er zu einem Lied eine Idee hat, arbeiten wir weiter daran. Es kann dann schon mal sein, dass wir aufgrund des Textes Teile im Lied umstellen und generell noch weiter an dem Stück arbeiten. Das ist aber auch von Stück zu Stück verschieden. Es gibt Lieder, die sind nach einer halben Stunde fertig ("Steh auf") und werden auch nicht mehr verändert. Und dann wiederum gibt es Fälle, wo wir zig verschiedene Versionen probieren und erst nach einiger Zeit ein befriedigendes Ergebnis haben ("Was zählt").

Hexe (??) aus ???:

??? Existieren zu einem Text mehrere Melodien bzw. eine Melodie mit unterschiedlichen Texten? Ist an eine Veröffentlichung dieser Stücke als Beispiele gedacht?

!!! Andi: Gab es beides schon, ist aber eher die Ausnahme. Zu "Your're dead" hatten wir zum Beispiel zwei Versionen mit unterschiedlicher Musik. Es kommt auch vor, dass Campino nochmal den Text bei einem Lied ändert, aber wie gesagt, das ist sehr selten und es hat meistens einen guten Grund, warum es die ursprünglichen Versionen nicht auf Platte geschafft haben und somit planen wir auch nicht, sowas zu veröffentlichen.

Siggi (39) aus Geisenheim:

??? Wie erfolgt die Entscheidung welcher Komponist mit welchem Text mit Vertonen dran ist?

!!! Andi:
Diese Frage stellt sich uns so gar nicht, weil der Text ja fast immer nach der Musik kommt, d.h. wir sammeln zunächst mal alle Ideen und die Stücke zu denen Campino ein Text einfällt, nehmen wir auf. Am Ende zählt dann immer, welche Stücke am besten funktionieren, egal wer da jetzt die Idee zu hatte. Es gibt also keine Quoten-Regelung, wer wieviele Stücke auf der Platte hat. Die Lieder, die wir alle am besten finden, kommen drauf.

Marco (28) aus Köln:

??? Nach welchen Kriterien wählt ihr das Studio aus, in dem ihr aufnehmt?

!!! Andi:
Da ist natürlich der Sound und die Technik entscheidend. Der Aufnahmeraum sollte schon eine ordentliche Größe haben, was einerseits gut für den Schlagzeug-Sound ist, und andererseits müssen wir soviel Platz haben, dass wir alle gleichzeitig zusammen spielen können. Dann ist da natürlich die technische Seite. Was für ein Pult gibt es? Welche Bandmaschinen, Effekte, Boxen? Was aber hauptsächlich eine Entscheidung ist, die Jon Caffery trifft, der damit ja vernünftig arbeiten muss.

Der Standort ist dann der andere wichtige Aspekt. Für uns hat sich gezeigt, dass ein Studio, das man von zu Hause aus erreichen kann, am besten ist. Deshalb haben wir sehr viel im Dierks Studio in Stommeln, im Studio Skyline in Düsseldorf und im Studio 301 in Köln gemacht. Es gab zwar schonmal den einen oder anderen Versuch woanders zu arbeiten (Berlin, Spanien), aber es ist einfach so, dass über die gesamte Produktionszeit nicht immer alle gleichzeitig im Studio sein müssen, und es dann angenehmer ist, wenn man mal nach Hause kann. Wir hatten noch nie das Verlangen, in irgendeinem dieser Traumstudios auf einer Palmeninsel aufzunehmen. Das hindert doch eher, wenn man die ganze Zeit beim Aufnehmen denkt, "Scheisse, wieso liege ich jetzt nicht am Strand?"

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