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Fan des Monats //
Oktober 2007

Anja Schoke (27) aus Münster

Anja Schoke (27 Jahre) aus Münster hat die kleinen Konzerte der Hosen schätzen gelernt, sei es im Conne Island in Leipzig oder im O´Shipka in Sofia. Da sie selbst etwas kleiner ist als der Durchschnitt der Konzertbesucher, schätzt sie an diesen Gigs unter anderem, dass sie mal einen etwas besseren Blick auf die Bühne hat. Manchmal steht sie dabei sogar goldrichtig, um Campino vergessene Textzeilen einzuflüstern. Was man als Souffleuse des Sängers beachten muss, erzählt sie in unserem Fragebogen.

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Wann und wo war dein erstes Hosen-Konzert? An welches Hosen-Konzert hast du die beste Erinnerung (warum?)?
Hannover, 22.04.1994, Eilenriedehalle "Spontankonzert" in Halberstadt nach dem Fußballturnier, weil der ganze Tag einfach nur genial war und das Konzert nach den Fro-Tee Slips ein krönender Abschluss!
Und an welches die schlechteste? Was war die beste Aktion, die Du bei den Hosen je auf der Bühne gesehen hast?
Loreley, weil ich nicht dabei war! Nicht AUF der Bühne. 1994 war es häufig so, dass DTH einen Zugabenteil mitten IM Publikum gespielt haben. Sehr genial.
Was waren die besten und schlechtesten Hallen, in denen Du die Hosen je gesehen hast? Was war Dein erstes Hosen-Auswärtsspiel (d.h. Konzert außerhalb Deiner Heimatstadt)?
Schlechteste: Lingen, weil die einfach scheiße aufgebaut ist und man aus dem Ort so schlecht wieder raus findet (also ich zumindest ;-) ).
Köln, weil die einfach viiiiiel zu groß ist... (obwohl es dort auch lecker Essen gibt in der VIP-Lounge)
Beste: Mein Favorit sind die ganzen kleinen Dinger, weil die Gigs dann einfach persönlicher sind, z.B. Conne Island in Leipzig, O´Shipka in Sofia (unübertroffen!).
Von den großen Hallen gefällt mir Karlsruhe ganz gut. Ist zwar mit Glas überdacht, aber wenn es dunkel wird, sehr geniale Atmosphäre. Und auch den Hallen-Aufbau find ich nicht schlecht.
Streng genommen Hannover (die Hosen werden wohl nicht nach Wendeburg kommen – oder vielleicht jetzt doch???)
Was war Deine weiteste Anreise zu einem Hosen-Konzert? Was ist zur Zeit Dein DTH-Lieblingssong?
Die weiteste Anreise war nach Bulgarien (im weiteren Verlauf der Tour ging´s ja dann jedes mal wieder etwas weiter Richtung Deutschland). Ich könnte Romane über diese Tour schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen. Also, wir sind zunächst zu viert mit dem Auto losgefahren. Ein guter Freund aus Karlsruhe und 2 weitere Mitfahrer, die wir uns im Internet gesucht haben. Ab Sofia sind wir dann schon zu zehnt in 2 Autos weitergereist.... So, Evergreen: Reisefieber! Spätestens seit dem Fanpokal in Halberstadt wieder richtig aufgeblüht. Ich war den Hosen so dankbar, dass sie ihn danach sogar teilweise wieder ins Programm genommen haben!
Welchen Musiker einer anderen Band würdest Du gerne bei den Hosen spielen sehen? Welche drei anderen Bands magst Du/ magst Du am wenigsten?
Die 5 sind genau richtig! Solltet ihr mal wieder Drummer-Verschleiß haben,
holt ihr bitte Steve dazu! Aber, Vom: Bitte bleib noch ewig dabei!!!
Das hört sich an, wie im Poesiealbum...
Ich mag: The Bates (geniale Stunden auf Konzis und mit den Jungs erlebt. Schade um Zimbl), The Ramones (sind einfach unübertroffen, hätte ich gern noch live gesehen), UK Subs (zeigt, dass man auch mit an die 60 Jahren noch durchdrehen kann auf der Bühne)
Ich mag nicht: alles, was aus der Konserve kommt. Wenn die Musi spielt... ;-)
Wenn Du nach einem Hosen-Konzert ein Souvenir von der Bühne mitnehmen könntest, was wäre das? Das Verrückteste, was Du für die Hosen tun würdest?
1. Die Riesenfahne von der letzten Tour
2. Ein T-Shirt von der Roadcrew
Ich würde unten genannten Turm auch mit einem Bengalischen Feuer noch mal wagen ;-)
Das Verrückteste, was Du für die Hosen bereits getan hast? Sonstige Kommentare:
Das Experiment: Funktioniert ein Turm aus vier Leuten, die sich auf den Schultern tragen? Da ich nun mal die Kleinste bin, hab ich natürlich mit der Fahne ganz oben gesessen. Das Ergebnis: Es hat nicht funktioniert... aber, es gab auch keine Verletzten. Ungewöhnlich fand ich auch die Aktionen, bei denen ich mich in die 1. Reihe vorgekämpft habe und dann von den Devils einfach raus gezogen wurde. Netterweise haben sie mich daraufhin wieder "rein gesteckt" :-). Die Souffleuse-Aktion von Leipzig (Conne Island) war auch nicht schlecht. Campi wusste die Texte nicht und da ich mit auf der Bühne an der Seite stand, hat er sich den Abend bei mir Hilfe geholt ;-) - Campi: Jederzeit gerne wieder!

Jetzt muss ich mich mal bedanken: und zwar nicht nur bei den Hosen, sondern auch bei den Black Devils! Es ist für mich vor jedem Konzert ein kleines Abenteuer, weil ich nie weiß, von wo aus ich das Konzert an diesem Abend sehen kann. Wenn man, so wie ich, "nur" eine Größe von 1,25 Meter, aber trotzdem den Anspruch hat, den Gig aus nächster Nähe zu sehen, gestaltet sich das gelegentlich als recht schwierig. Von daher 1000 Dank an Manni, Schande, Fratze & Co die mir so manches Mal geholfen haben, an einen guten Platz nahe der Bühne (oder auch schon mal auf der Bühne) zu kommen! Kleine Anmerkung aus dem Blickwinkel von Konzertbesuchern mit Behinderung: Die Tribünen für Rollifahrer sind in allen Hallen unzumutbar weit entfernt von der Bühne! Man braucht schon fast ein Fernglas um gut sehen zu können. Im Übrigen sind auch viele Hallen einfach nicht barrierefrei!

Interview mit Stefanie:

Was hatte es mit dem Fußballturnier auf sich?

Seit einigen Jahren veranstalten Fans in den Tour-freien Zeiten ein Fußballturnier von Fans für Fans. Damit es nicht so langweilig wird, wenn die Hosen mal nichts von sich hören lassen. Vor einigen Jahren hatte ich das Glück, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein. Wir (meine Freundin Lena und ich) entschieden uns erst kurz vorher daran teilzunehmen. Angekommen in Halberstadt hieß es, Spielbeginn verzögert sich, weil eine Mannschaft noch nicht da war. Am frühen Nachmittag bekamen wir dann alle große Augen, als die Hosen dann plötzlich auf dem Platz standen. Ich selber habe nicht mitgespielt, sondern stand als Zuschauer am Rand, was natürlich nicht weniger lustig war. Es war auf jeden Fall ein supertoller Tag mit viel Sonne, Altbier, Musik und Fußball. Am Ende des Turniers gingen die Hosen als Sieger vom Platz, was uns alle ziemlich freute. Denn die Tradition besagt, dass der Sieger das nächste Turnier ausrichten darf. Inzwischen haben die Jungs das auch tatsächlich nachgeholt. Gegen Abend gab es dann Musik von den absolut genialen Frottee-Slips. Tja, und anschließend haben es sich die Hosen nicht nehmen lassen, spontan selber auf die "Bühne" zu steigen. Die Bühne war ein einfaches Partyzelt und das Konzert wohl eine echte Rarität, da Breiti leider keinen Verstärker abbekommen hatte und so nur 4 Hosen spielen konnten. Im allgemeinen Chaos hatte mich irgendjemand auf eine Box neben dem Zelt gesetzt und so hatte ich
den Überfliegerplatz überhaupt ;-). Die Setlist bestimmten die Fans und die Jungs haben ihr Bestes gegeben. Es war eben der krönende Abschluss eines richtig guten Tages.

Was war auf dem Konzert in Sofia anders als sonst?

Anders als sonst war das Land, die Leute, die Location, der Schnaps :-D. Der O´Shipka Club war winzig, das Konzert im Keller und auf der Bühne hatten gerade mal Voms Drums Platz. Die anderen mussten eben sehen, wo sie stehen konnten. Genauso sah es auch vor der Bühne aus. Da hat jeder zugesehen, dass er seinen Platz behält. Witzigerweise wollte auch niemand zu Campino auf die Bühne kommen, auch nicht, nachdem er die Leute dazu aufforderte, mit ihm einen Song zu singen, weil er mal wieder den Text vergessen hatte ;-). Campino machte seine Ansagen teils auf Englisch, teils auf Deutsch und die Hosen spielten mehr englische Songs als sonst. Auch welche, die man nicht so oft zu hören bekommt, wie z.B. "Garageland" oder "Mad World". Anders war auch, dass die Jungs dort vor und nach den Gigs den Kontakt zu den Fans suchten. So war es auch möglich, dass wir das ein oder andere Bier und den ein oder anderen selbst gebrannten Slivowitz zusammen tranken. Fazit: Es stimmt, wenn behauptet wird, die Hosen im Ausland zu sehen, ist schon etwas ganz Eigenes. Weil es auch von der Mentalität der Leute geprägt wird, die dort wohnen.

Und was hast Du rund um "Samnaun am 24.04.2005" erlebt?

Im Conne Island hatte ich nun das Privileg (oder das Pech?), mit auf der Bühne zu stehen. Und weil ich nun da einfach rum stand, kam Campino gelegentlich mitten im Song zu mir und fragte mich, wie es denn nun weitergeht... Irgendwann hat er mir dann einfach das Mikro vor die Nase gehalten und ich "musste" grölend für ihn einspringen ;-). Dafür hat er sich auch nach dem Konzert artig bei mir bedankt. Wenn ich nun eine Stellenbeschreibung machen sollte, dann würde sie folgendermaßen aussehen.
Gesucht wird: Mann oder Frau mit folgenden Eigenschaften...
- hohe Textsicherheit (denn Textaussetzer können jederzeit vorkommen),
- Flexibilität + Spontaneität (spontane Abweichungen von der Setlist sind immer möglich),
- Schmerzlosigkeit (Achtung vor umherwirbelnden Mikroständern und fliegenden Drumsticks),
- Trinkfestigkeit (zur Belohnung gibt es das ein oder andere Dosenbier von Campino),
- Reisefreudigkeit (natürlich, weil die Hosen ja in der ganzen Welt zu finden sind)
- Humor und ein bisschen Verrückheit (versteht sich von selbst)
Zuschriften mit ausführlichem Lebenslauf bitte unter Chiffre 08/15