Interview mit Stefanie:
Was war das Verrückte an Deiner Fahrt nach "Leipzig, Conne Island 2003"?
Ohne Karten allein dorthin gefahren, zufällig zwei Tickets von Fans vor Ort geschenkt bekommen und trotzdem nicht reingekommen. Den Zahlungsbeleg hat man vorlegen müssen in Verbindung mit dem Personalausweis, Pech gehabt, das Ticket ist nicht auf meinen Namen gelaufen, keine Kulanz der Security, das Konzert habe ich dann hinter der Bühne, nachdem ich über so einen Zaun geklettert bin, wenigstens hören können. 800 Kilometer Fahrweg (hin und zurück) und zehn Stunden verbraten..
Was geschah in "Zürich (Abart-Club) 2004"?
Club-Konzert, die Infomail kam am Sonntag, meinen Chef am gleichen Tag noch angerufen, ob ich kurzfristig den Montag frei kriege, was auch geklappt hat. Das Konzert sollte dann am Mittwoch stattfinden, bloß dass die Karten schon am Montag persönlich bei Abart abgeholt werden mussten. Ich war ein paar Stunden früher dort, um mir die Chance auf die Karten zu
erhöhen, was aber umsonst war, weil die Karten nicht 17 Uhr verkauft wurden, wie angekündigt, sondern schon gegen 12 Uhr, weil schon doppelt so viele Fans angestanden sind, wie überhaupt in den Club reingepasst hätten. Wieder 800 Kilometer und neun Stunden umsonst auf der Straße gewesen. Den nächsten Tag habe ich dementsprechend fit ausgeschaut, und eine Mordslaune gehabt, kombiniert mit Blicken, die hätten töten können, was im Verkauf keine optimale Kombination ist (sagen zumindest meine Kollegen).
Und was hast Du rund um "Samnaun am 24.04.2005" erlebt?
Geplant hinzufahren, schon über zwei Monate drauf gefreut und zwei Tage davor eine
bestätigte Anmeldung zu einer Schulung bekommen, deren Stornierung und Verschiebung nicht möglich war, weil 350 Euro Stornogebühr angefallen wären, die mein Betrieb nicht zahlen wollte. Die Maus hat, als ich es erfahren habe, dran glauben müssen, aber seitdem werde ich auch vor jeder Schulung gefragt, ob ich Zeit und Lust habe dorthin zu gehen. Also hat es sich wenigstens dafür gelohnt. Das Einzige, was ich dann auf der Schulung gelernt habe, war, dass man sich einen verkorksten Abend, an dem zur gleichen Zeit 600 Kilometer von einem entfernt ein DTH-Konzert stattfindet, einfach nicht schön saufen kann, im Gegenteil.
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