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Fan des Monats //
September 2007

Susanne Zech (27 Jahre) aus Weihmich

Susanne hörte schon Ende der 80er Jahre (unbeschriftete) Hosen-Kassetten, ist aber erst 2002 zu ihrem ersten Konzert gefahren. Seitdem hat es sie aber nicht losgelassen, und sie schreckt auch längst nicht mehr vor größeren Strecken zurück, um bei einem der seltenen Club-Konzerte dabei zu sein. Mit welchen Schwierigkeiten sie anlässlich der Gigs in Leipzig (2003), Zürich (2004) und Samnaun (2005) zu kämpfen hatte, erfahrt Ihr im Fragebogen.

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Wann und wo war dein erstes Hosen-Konzert? An welches Hosen-Konzert hast du die beste Erinnerung (warum?)?
Leider erst am 01.05.2002 in München und das obwohl ich die Hosen seit 1989 höre (1990 erfuhr ich dann erstmals den Namen, weil ich nur die Audiokassetten kopiert bekommen habe, ohne Beschriftung). An das die Loreley-Grillparty 2002, es waren 2 tolle Tage, eine sehr angenehme Atmosphäre mit vielen guten Supportbands. Auf den Aufweckservice, der dann morgens mit dem Megafon bei den Parkplätzen durchging und in einer sehr unangenehmen Lautstärke die Leichen vom Vortag wieder belebte, hätte ich gut verzichten können.
Und an welches die schlechteste? Was war die beste Aktion, die Du bei den Hosen je auf der Bühne gesehen hast?
Da fällt mir leider im Moment gar kein Auftritt ein… Frequency Festival in Österreich am 20.08.2005: Campi lässt sich von der Bühne aus mit einem Getränk in der Hand crowdsurfend zum "Technikturm" hinter tragen (Entfernung genauso weit, wie sie bei „Rock im Park“ oder „Rock am Ring“ ist), liefert dort ein Bier ab, zündet auf dem Dach eine Fackel an und anschließend ging es auf dem gleichen Weg wieder zurück.
Was waren die besten und schlechtesten Hallen, in denen Du die Hosen je gesehen hast? Was war Dein erstes Hosen-Auswärtsspiel (d.h. Konzert außerhalb Deiner Heimatstadt)?
20.12.2004 in Friedrichshafen, für eine Konzerthalle relativ klein, fast familiär, gute Sicht auf die Bühne; am 12.06.2005 bei „Rock im Park“ war es soundtechnisch von meinem Stehplatz aus eine Katastrophe. Es war die Grillparty am 13.09.2002, erst mein zweites Konzert, aber ab diesem Zeitpunkt bin ich nicht mehr davon weggekommen.
Was war Deine weiteste Anreise zu einem Hosen-Konzert? Was ist zur Zeit Dein DTH-Lieblingssong?
Meine weiteste Anreise war zum Tourfinale am 02.09.2005. Einfach waren es knapp über 600 km. Und auf de Rückfahrt hat sich folgende Textzeile bewahrheitet. "7 fuhren nach Düsseldorf und eine fuhr nach Köln". Plötzlich standen wir in Köln, wir haben unsere Route anhand von größeren Orten festgemacht, aber kein einziger Ort tauchte auf den Wegweisern der Autobahn auf und so passierten wir völlig überrascht und unerwartet die Ortseinfahrt "Köln". Es hat mir mal wieder gezeigt, dass die Hosen viele Texte aus dem normalen Leben greifen… “Lebt wohl und Danke sehr“ entspricht meinem momentanen Lebensgefühl.
Welchen Musiker einer anderen Band würdest Du gerne bei den Hosen spielen sehen? Welche drei anderen Bands magst Du/ magst Du am wenigsten?
Ich würde gern als Vorgruppe die Mainzer Band "Wilde Zeiten" spielen sehen, das ist so ein kleiner Wunschtraum. Rawside, Rawside, Rawside. Ja, es gibt genug Gründe dafür.
Wenn Du nach einem Hosen-Konzert ein Souvenir von der Bühne mitnehmen könntest, was wäre das? Das Verrückteste, was Du für die Hosen tun würdest?
Vermutlich die Setliste… Ich würde für die Hosen (fast) überall hinfahren, wenn es mein Geldbeutel und Terminplan zulassen würde, einfach nur dieses Gefühl von Glück und innerer Ausgeglichenheit zu leben, das ist mein Luxus.
Das Verrückteste, was Du für die Hosen bereits getan hast? Sonstige Kommentare:
1. Leipzig, Conne Island 2003, 2. Zürich (Abart-Club) 2004, 3. Samnaun am 24.04.2005. Fazit: Ich würde es wieder machen.

Schönen Gruß und auf Wiedersehn...

Interview mit Stefanie:

Was war das Verrückte an Deiner Fahrt nach "Leipzig, Conne Island 2003"?

Ohne Karten allein dorthin gefahren, zufällig zwei Tickets von Fans vor Ort geschenkt bekommen und trotzdem nicht reingekommen. Den Zahlungsbeleg hat man vorlegen müssen in Verbindung mit dem Personalausweis, Pech gehabt, das Ticket ist nicht auf meinen Namen gelaufen, keine Kulanz der Security, das Konzert habe ich dann hinter der Bühne, nachdem ich über so einen Zaun geklettert bin, wenigstens hören können. 800 Kilometer Fahrweg (hin und zurück) und zehn Stunden verbraten..

Was geschah in "Zürich (Abart-Club) 2004"?

Club-Konzert, die Infomail kam am Sonntag, meinen Chef am gleichen Tag noch angerufen, ob ich kurzfristig den Montag frei kriege, was auch geklappt hat. Das Konzert sollte dann am Mittwoch stattfinden, bloß dass die Karten schon am Montag persönlich bei Abart abgeholt werden mussten. Ich war ein paar Stunden früher dort, um mir die Chance auf die Karten zu
erhöhen, was aber umsonst war, weil die Karten nicht 17 Uhr verkauft wurden, wie angekündigt, sondern schon gegen 12 Uhr, weil schon doppelt so viele Fans angestanden sind, wie überhaupt in den Club reingepasst hätten. Wieder 800 Kilometer und neun Stunden umsonst auf der Straße gewesen. Den nächsten Tag habe ich dementsprechend fit ausgeschaut, und eine Mordslaune gehabt, kombiniert mit Blicken, die hätten töten können, was im Verkauf keine optimale Kombination ist (sagen zumindest meine Kollegen).

Und was hast Du rund um "Samnaun am 24.04.2005" erlebt?

Geplant hinzufahren, schon über zwei Monate drauf gefreut und zwei Tage davor eine
bestätigte Anmeldung zu einer Schulung bekommen, deren Stornierung und Verschiebung nicht möglich war, weil 350 Euro Stornogebühr angefallen wären, die mein Betrieb nicht zahlen wollte. Die Maus hat, als ich es erfahren habe, dran glauben müssen, aber seitdem werde ich auch vor jeder Schulung gefragt, ob ich Zeit und Lust habe dorthin zu gehen. Also hat es sich wenigstens dafür gelohnt. Das Einzige, was ich dann auf der Schulung gelernt habe, war, dass man sich einen verkorksten Abend, an dem zur gleichen Zeit 600 Kilometer von einem entfernt ein DTH-Konzert stattfindet, einfach nicht schön saufen kann, im Gegenteil.