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Fan des Monats //
April 2007

Sven Schmidt (38) aus Oberhausen

Sven war 1984 bei einem ganz frühen Konzert dabei. In unserem Steckbrief erzählt er aus einer Zeit, als die Hosen noch etwas unbekannter waren und Touren noch nicht auf der Homepage angekündigt wurden: „Das Old Daddy in Oberhausen-Sterkrade war eine kleine Disco, wo circa 500 Leute Platz hatten. Es hatte ansonsten nicht den allzu besten Ruf, und das Publikum war halt auch sehr gemischt. Wenn man früher nicht gerade zufällig Plakate gesehen hat, ist man durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf das Konzert aufmerksam geworden.“

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Wann und wo war dein erstes Hosen-Konzert? An welches Hosen-Konzert hast du die beste Erinnerung (warum?)?
Old Daddy, Oberhausen, circa 1984 Burgtheater Wien, weil es ein Wahnsinnserlebnis war.
Und an welches die schlechteste? Was war die beste Aktion, die Du bei den Hosen je auf der Bühne gesehen hast?
Alle in Münster, weil die Halle Schrott ist. Alles, die gesamte Show ist halt eine Party.
Was waren die besten und schlechtesten Hallen, in denen Du die Hosen je gesehen hast? Was war Dein erstes Hosen-Auswärtsspiel (d.h. Konzert außerhalb Deiner Heimatstadt)?
Dortmund , Düsseldorf, Oberhausen, Aurich sind top, Münster, Mannheim flop. Düsseldorf, circa 1985
Was war Deine weiteste Anreise zu einem Hosen-Konzert? Was ist zur Zeit Dein DTH-Lieblingssong?
Wien, mit dem Auto „Freunde“, weil er mir vom Text her aus der Seele spricht.
Welchen Musiker einer anderen Band würdest Du gerne bei den Hosen spielen sehen? Welche drei anderen Bands magst Du/ magst Du am wenigsten?
eigentlich niemanden Green Day, The Bones, Motörhead

Wenn Du nach einem Hosen-Konzert ein Souvenir von der Bühne mitnehmen könntest, was wäre das? Das Verrückteste, was Du für die Hosen tun würdest?
Die Setlist, um mir meine persönliche Konzert-CD zu brennen Argentinien muss irgendwann noch sein.
Das Verrückteste, was Du für die Hosen bereits getan hast? Sonstige Kommentare:
Wir machen bei uns eigentlich vor jedem Konzert, zu dem wir mit unseren Freunden fahren, eine kleine Party als Warm-Up.

Es gibt ja Gerüchte, dass Ihr nach dem nächsten Album noch eine Tour machen wollt und dann Schluss sein soll. Es wäre schade drum, weil ihr noch nicht zu alt seid. Außerdem würde ich die Konzerte sehr vermissen, weil ihr mich seit über 20 Jahren begleitet und irgendwie zu meinem Leben gehört wie die DEG und das Altbier. Es gibt auch jede Menge Songs von Euch, in denen ich mich selbst wieder finde. „Paradies“ ist nur einer davon.

Kurzinterview mit Sven:

Du hast Dein erstes DTH-Konzert im Jahr 1984 gesehen. Was war typisch für einen Gig dieser Zeit?

Mein erstes Hosen-Konzert war schon genial, weil ich damals gar nicht so genau wusste, worauf ich mich einlasse. Ich bin mehr oder weniger aus Zufall darüber gestolpert. Die Leute im Publikum waren damals schon sehr bunt und punkig so dass ich nicht so wirklich da rein passte. Und so richtig viele Songs hatten die Hosen zu der Zeit ja auch noch nicht…

In was für einem Club haben die Hosen damals gespielt?

Das Old Daddy in Oberhausen-Sterkrade war eine kleine Disco, in der circa 500 Leute Platz hatten. Es hatte ansonsten nicht den allzu besten Ruf, und das Publikum war halt auch sehr gemischt. Da sind ansonsten Extrabreit, Bollock Brothers, Die Mimmis und Schließmuskel aufgetreten. Es gab da auch mal ein kleines Festival mit den Hosen und den Blueberry Hillbillies, wenn ich mich richtig erinnere. Das muss so 1986/87 gewesen sein. Wenn man früher nicht gerade zufällig Plakate gesehen hat, ist man durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf das Konzert aufmerksam geworden Bei den Tickets galt ungefähr das Gleiche wie heute: Wenn man Glück hatte, konnte man welche im Vorverkauf kriegen, aber falls nicht, gab es am Eingang notfalls auch welche unter der Hand. Als wir mit vier Leuten zwei Wochen lang die „Auf dem Kreuzzug ins Glück“-Tour mitgefahren sind, hatten wir auch mal freien Eintritt.

Wie hast Du die Tage im Burgtheater in Wien erlebt?

Burgtheater war auf jeden Fall ein Highlight. Die Stimmung war irgendwie sonderbar, weil keiner so genau wusste, was einen erwartet. Klasse war natürlich auch, dass die Leute so diszipliniert waren und doch voll mitgegangen sind, was später auf der DVD oder im Fernsehen gar nicht so rüber kommt. Man hätte auf der DVD auch ruhig mal ein paar Pannen einspielen sollen oder mehr vom Publikum. Auch im Bereich vor dem Theater war eine ganz tolle Stimmung, vor und nach dem Konzert, und man ist mit Fans aus ganz Deutschland ins Gespräch gekommen und hat die ganze Nacht gefeiert. Wir haben sehr viel von Wien gesehen, weil wir noch bis Sonntag da waren und immer wieder Fans getroffen. Musikalisch hat mich „Popmusik“ am meisten beeindruckt, weil ich mich zeitweise auf den Konzerten schon sehr alt fühle zwischen den ganzen jungen Fans.