Kurzinterview mit Stephanie:
Worüber organisierst Du Deine Auswärtsfahrten, so dass Du regelmäßig im ökumenischen Jugendgästehaus, Kolpinghaus und in der Jugendherberge landest?
Wenn wir mal wieder in Sachen Hosen-Konzerte unterwegs sind, ist die Organisation natürlich groß und beginnt, sobald ich die Konzertkarten in der Tasche habe. Als ich die Karten für das Leipzig-Konzert gewonnen hatte, war Johanna noch kein Jahr alt und in Wien beim Unplugged war Jonas gerade drei Monate. Wichtig ist für mich immer, dass die Unterkunft nicht so weit vom Konzertort entfernt ist und man alles gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Außerdem muss die Unterkunft möglichst preisgünstig und für Kinder geeignet sein. Am besten informieren kann man sich über die Internetseite der jeweiligen Stadt. Dort sind auch die Jugendherbergen und vergleichbare Unterkünfte zu finden, meist kann man auch etwas über die Familienfreundlichkeit erfahren. Wenn wir in eine für uns neue Stadt fahren, versuchen wir auch ein paar Tage zu bleiben, um uns etwas umzusehen. So kenne ich nun schon die Zoos von Leipzig, Wien und Berlin :-). Man sieht also: Hosen-Reisen bilden!
Sich rechtzeitig um ein passendes Quartier zu kümmern ist wirklich total wichtig, vor allem wenn man wie wir mit bis zu fünf Personen unterwegs ist. In Wien haben wir das Problem gehabt, dass wir erst davon ausgegangen sind, dass wir privat übernachten könnten und als wir zwei Tage vorher erfahren haben, dass dies leider nicht klappt, mussten wir doch noch viel rumtelefonieren bis wir schließlich im Kolpinghaus in Wien das letzte Zimmer bekommen haben. Ein Zweibettzimmer mit zwei kleinen Kindern! Die Nächte waren nicht ganz so entspannt auf einer 80-Zentimeter-Matratze, aber doch machbar. Also je eher, desto besser!
Wie sieht so ein Konzertbesuch mit der ganzen Familie genau aus?
Da meine Kinder wohl wirklich noch zu klein für ein Hosen-Konzert sind, ist die Betreuungsfrage wirklich ein Problem. Bisher ist mein Mann immer als Babysitter mitgekommen, obwohl er beim Unplugged-Konzert doch arg traurig war, nicht mit dabei gewesen zu sein, aber ich bin halt die Hosen-Verrückteste in dieser Familie. Eine Backstage-Kinderbetreuung, das wäre wirklich klasse! Wenn so etwas zu machen wäre, wir wären natürlich sofort dabei! Vielleicht haben die Crew-Mitglieder ja auch Bedarf :-).
Die Hosenbegeisterung meiner Kids zeigt sich übrigens folgendermaßen: Wenn ich mal wieder eine meiner Hosen CDs suche, kann ich sicher sein, sie bei meiner großen Tochter Lisa (16 Jahre) irgendwo im Zimmer wieder zu finden. Außerdem hat sie mir mein Hosen-Top abgeschwatzt. Bei dem letzten Konzert in Dortmund und dem Heimspiel in Düsseldorf verschwand sie irgendwann in der Menge, denn Pogen ist cooler als mit Mama am Zaun zu stehen…
Da Du es speziell erwähnst: Welche B-Seiten von DTH-Singles sollte jeder mal gehört haben?
Meine Lieblings-B-Seiten zu benennen, ist nicht leicht, denn auf eigentlich jeder Maxi ist ein Lied dabei, was mir besonders gefällt. B-Seiten sind sowieso immer etwas ganz Besonderes bei den Hosen, sie fallen aus dem Rahmen, vielleicht haben sie deshalb auch nicht auf das Album gepasst. Die Coverversionen höre ich alle gerne, da sie mich in Konzertstimmung bringen, besonders natürlich von der „Bayern“-Maxi „You´ll Never Walk Alone“ und „Hang On Sloopy“ und von der „Warum werde ich nicht satt?“-Maxi „Babylon´s Burning“ und „Should I stay or should I go“. Die meisten dieser Lieder sind ja auf dem „Reich & Sexy 2“-Album, genauso wie „Alles ist eins“ oder „Die 7 ist alles“. Unbedingt hören sollte man aber auch „Your dead“ („Schön sein“), „Lebt wohl & Danke sehr“ („Friss oder stirb“), „Fallen“ („Ich bin die Sehnsucht in dir“) und „Irgendjemand nur nicht ich“ („Freunde“).
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