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Fan des Monats //
März 2007

Stephanie Loyal (33 Jahre) aus Dortmund

Stephanie ist Expertin darin, günstige Unterkünfte zu finden, wenn sie den Hosen hinterher reist. Wer alles über ökumenische Jugendgästehäuser, Kolpinghäuser und Jugendherbergen wissen will, muss bei ihr nachfragen. In unserem Fragebogen erzählt sie, wie es ist, mit Kind und Kegel unterwegs zu sein. Und mal nebenbei bemerkt: Kann es überhaupt einen besseren Nachnamen geben für den „Fan des Monats“ als diesen?

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Wann und wo war dein erstes Hosen-Konzert? An welches Hosen-Konzert hast du die beste Erinnerung (warum?)?
Dortmunder Westfalenhalle 2002. Da habe mir damit einen jahrelangen Wunsch erfüllt, denn gehört habe ich die Hosen schon mit 13, aber da durfte ich nicht
hin und es wollte auch keiner mit. Dann kam meine Tochter und so viele
andere Dinge…
Leipzig 2002. Habe mich riesig über den Gewinn der Karte gefreut, wie ein
Sechser im Lotto und danach war ich süchtig. Außerdem natürlich: Wien Unplugged.
Und an welches die schlechteste? Was war die beste Aktion, die Du bei den Hosen je auf der Bühne gesehen hast?
Gibt es schlechte Konzerte? Habe noch keins erlebt. Das Abvent-Konzert in Düsseldorf war genial, nur super Aktionen. Das Beste
war das Lied, bei dem die Hosen mit diesen Löffelstielen im Eimer (wer da war, weiß
vielleicht, was ich meine) gespielt haben.
Was waren die besten und schlechtesten Hallen, in denen Du die Hosen je gesehen hast? Was war Dein erstes Hosen-Auswärtsspiel (d.h. Konzert außerhalb Deiner Heimatstadt)?
Das Wiener Burgtheater hat eine unglaubliche Atmosphäre und Akustik. Leipzig 2002. Anfahrt im Auto mit meiner damals fast einjährigen Tochter und meinem Mann als Babysitter. Übernachtung im ökomenischen Jugendgästehaus,
das von außen aussah wie aus einem Horrorfilm über die DDR und jetzt vielleicht schon gesprengt ist...
Was war Deine weiteste Anreise zu einem Hosen-Konzert? Was ist zur Zeit Dein DTH-Lieblingssong?
Sieben Stunden mit dem Zug und meiner nun dreijährigen Tochter, meinem fast vier Monate alten Sohn und meinem Mann wieder als Babysitter, etwas nörgelig, da er auch gern mitgegangen wäre, diesmal im Kolpinghaus. Das ändert sich sehr mit der Stimmung. Lange war es aber in letzter Zeit „Auswärtsspiel“, da ich es immer gehört habe, wenn mal wieder niemand verstehen wollte, warum diese DVD schnell besorgt werden musste oder ich dieses T-Shirt haben musste und warum der Hosen-Kalender genau im Flur hängen muss. Ansonsten höre ich auch oft und gerne die B-Seiten und finde wahre Schätze darunter.
Welchen Musiker einer anderen Band würdest Du gerne bei den Hosen spielen sehen? Welche drei anderen Bands magst Du/ magst Du am wenigsten?
Sorry, niemanden. Ich höre, wenn ich Zeit habe, hauptsächlich die Hosen, finde aber z.B. Green Day
und diese Richtung gut. Einfacher ist es zu sagen, was ich nicht mag, vieles wie z.B. Janet
Biedermann oder das Meiste, was auf Viva läuft.

Wenn Du nach einem Hosen-Konzert ein Souvenir von der Bühne mitnehmen könntest, was wäre das? Das Verrückteste, was Du für die Hosen tun würdest?
Spickzettel von Campino (niemand vergisst den Text so schön wie er), Sticks von Vom (vielleicht erfülle ich mir meinen Wunsch vom Schlagzeugspielen ja doch noch mal) und ein Plektron von den anderen (denn Gitarre spiele ich bereits). Wieder meine ganze Familie in irgendeine Stadt schleppen, um ein Konzert sehen zu können.
Das Verrückteste, was Du für die Hosen bereits getan hast? Sonstige Kommentare:
Siehe oben. Ich war zuletzt auch mit allen in einer Berliner Jugendherberge, um Campino in der Dreigroschenoper zu sehen. Es war super.

Hier möchte ich mal ganz lieb alle grüssen, mit denen ich die letzten Jahre ständig unterwegs war und eine wahnsinnig geniale Zeit erlebt habe. Hallo Bine, Marion, Anja, Ingo, Simone, Peter und alle anderen - ich freue mich auf unsere näxten Touren! Ein ganz großes Dankeschön geht natürlich auch an die Band! Macht weiter so!!!

Kurzinterview mit Stephanie:

Worüber organisierst Du Deine Auswärtsfahrten, so dass Du regelmäßig im ökumenischen Jugendgästehaus, Kolpinghaus und in der Jugendherberge landest?

Wenn wir mal wieder in Sachen Hosen-Konzerte unterwegs sind, ist die Organisation natürlich groß und beginnt, sobald ich die Konzertkarten in der Tasche habe. Als ich die Karten für das Leipzig-Konzert gewonnen hatte, war Johanna noch kein Jahr alt und in Wien beim Unplugged war Jonas gerade drei Monate. Wichtig ist für mich immer, dass die Unterkunft nicht so weit vom Konzertort entfernt ist und man alles gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Außerdem muss die Unterkunft möglichst preisgünstig und für Kinder geeignet sein. Am besten informieren kann man sich über die Internetseite der jeweiligen Stadt. Dort sind auch die Jugendherbergen und vergleichbare Unterkünfte zu finden, meist kann man auch etwas über die Familienfreundlichkeit erfahren. Wenn wir in eine für uns neue Stadt fahren, versuchen wir auch ein paar Tage zu bleiben, um uns etwas umzusehen. So kenne ich nun schon die Zoos von Leipzig, Wien und Berlin :-). Man sieht also: Hosen-Reisen bilden!

Sich rechtzeitig um ein passendes Quartier zu kümmern ist wirklich total wichtig, vor allem wenn man wie wir mit bis zu fünf Personen unterwegs ist. In Wien haben wir das Problem gehabt, dass wir erst davon ausgegangen sind, dass wir privat übernachten könnten und als wir zwei Tage vorher erfahren haben, dass dies leider nicht klappt, mussten wir doch noch viel rumtelefonieren bis wir schließlich im Kolpinghaus in Wien das letzte Zimmer bekommen haben. Ein Zweibettzimmer mit zwei kleinen Kindern! Die Nächte waren nicht ganz so entspannt auf einer 80-Zentimeter-Matratze, aber doch machbar. Also je eher, desto besser!

Wie sieht so ein Konzertbesuch mit der ganzen Familie genau aus?

Da meine Kinder wohl wirklich noch zu klein für ein Hosen-Konzert sind, ist die Betreuungsfrage wirklich ein Problem. Bisher ist mein Mann immer als Babysitter mitgekommen, obwohl er beim Unplugged-Konzert doch arg traurig war, nicht mit dabei gewesen zu sein, aber ich bin halt die Hosen-Verrückteste in dieser Familie. Eine Backstage-Kinderbetreuung, das wäre wirklich klasse! Wenn so etwas zu machen wäre, wir wären natürlich sofort dabei! Vielleicht haben die Crew-Mitglieder ja auch Bedarf :-).

Die Hosenbegeisterung meiner Kids zeigt sich übrigens folgendermaßen: Wenn ich mal wieder eine meiner Hosen CDs suche, kann ich sicher sein, sie bei meiner großen Tochter Lisa (16 Jahre) irgendwo im Zimmer wieder zu finden. Außerdem hat sie mir mein Hosen-Top abgeschwatzt. Bei dem letzten Konzert in Dortmund und dem Heimspiel in Düsseldorf verschwand sie irgendwann in der Menge, denn Pogen ist cooler als mit Mama am Zaun zu stehen…

Da Du es speziell erwähnst: Welche B-Seiten von DTH-Singles sollte jeder mal gehört haben?

Meine Lieblings-B-Seiten zu benennen, ist nicht leicht, denn auf eigentlich jeder Maxi ist ein Lied dabei, was mir besonders gefällt. B-Seiten sind sowieso immer etwas ganz Besonderes bei den Hosen, sie fallen aus dem Rahmen, vielleicht haben sie deshalb auch nicht auf das Album gepasst. Die Coverversionen höre ich alle gerne, da sie mich in Konzertstimmung bringen, besonders natürlich von der „Bayern“-Maxi „You´ll Never Walk Alone“ und „Hang On Sloopy“ und von der „Warum werde ich nicht satt?“-Maxi „Babylon´s Burning“ und „Should I stay or should I go“. Die meisten dieser Lieder sind ja auf dem „Reich & Sexy 2“-Album, genauso wie „Alles ist eins“ oder „Die 7 ist alles“. Unbedingt hören sollte man aber auch „Your dead“ („Schön sein“), „Lebt wohl & Danke sehr“ („Friss oder stirb“), „Fallen“ („Ich bin die Sehnsucht in dir“) und „Irgendjemand nur nicht ich“ („Freunde“).