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Fan des Monats //
August 2007

Stefanie Bolinius (22 Jahre) Leer/Ostfriesland

Stefanie Bolinius hat ihr erstes Konzert 2002 in Aurich/Ostfriesland gesehen. Bekannt ist sie in der norddeutschen Flachebene für ihren Opel Corsa. Sie hat den kleinen PKW in den letzten Jahren nämlich zu einem klassischen DTH-Fanmobil aufgemotzt. Vielleicht hätte sie die Fahrt zum „Heimspiel“-Konzert in Düsseldorf auch mit diesem Gefährt antreten sollen. Warum die Zugfahrt hinzu etwas länger dauerte und wie sie die Nacht am lokalen Hbf verbrachte, erzählt sie in unserem Fragebogen..

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Wann und wo war dein erstes Hosen-Konzert? An welches Hosen-Konzert hast du die beste Erinnerung (warum?)?
Aurich, 2002 Das Heimspiel 2005 war einfach das Beste, was ich je erlebt habe. Mit dem Zug hin, gleich bei der Ankunft am Bahnhof viele neue nette Leute kennen gelernt. Die Atmosphäre war einfach cool. Die Nacht am Bahnhof unvergesslich. Einfach so, wie es sein muss.
Und an welches die schlechteste? Was war die beste Aktion, die Du bei den Hosen je auf der Bühne gesehen hast?
Ich kann nicht sagen, dass ich schlechte Erinnerungen habe. Vielleicht etwas geärgert, da ich in Oldenburg nicht alles mit bekommen habe. Das Vorprogramm der „Friss oder stirb“-Tour 2005.
Was waren die besten und schlechtesten Hallen, in denen Du die Hosen je gesehen hast? Was war Dein erstes Hosen-Auswärtsspiel (d.h. Konzert außerhalb Deiner Heimatstadt)?
Die Besten. Open-Air in Meppen 2005 und Hamburg 2005 im Schauspielhaus. In Oldenburg war ich nicht so begeistert, da war alles sehr eng. Dort habe ich auch leider fünf Songs nicht mit bekommen. Mein Kreislauf kam nicht mit. Habe dafür aber Wasser umsonst bekommen… Aurich. Das ist jetzt nicht so weit von mir entfernt, circa 40 Kilometer. Aber jeder fängt doch mal klein an.
Was war Deine weiteste Anreise zu einem Hosen-Konzert? Was ist zur Zeit Dein DTH-Lieblingssong?
Das Heimspiel 2005, mit dem Zug (plus falsch umgestiegen) Unplugged - Wünsch dir was. Irgendwie habe ich eine emotionale Bindung zu diesem Song. Erklären kann ich es nicht.
Welchen Musiker einer anderen Band würdest Du gerne bei den Hosen spielen sehen? Welche drei anderen Bands magst Du/ magst Du am wenigsten?
Farin Urlaub mit Campino im Duett würde ich ganz gern mal sehen und hören. Das Duett mit Gentleman war schließlich auch super. Ich halte viel von Farin Urlaub, WIZO, Gentleman. Was ich gar nicht mag? Kann ich nicht sagen, höre fast alles durch; die Bandbreite reich von Punk-Rock über Alternative-Rock bis hin zu Metal. Michelle, die Schlagersängerin, oder „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ von Andrea Berg können bei mir weniger punkten.
Wenn Du nach einem Hosen-Konzert ein Souvenir von der Bühne mitnehmen könntest, was wäre das? Das Verrückteste, was Du für die Hosen tun würdest?
Den Mikroständer von Campino, da ich immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Garderobenständer für mein Zimmer bin. Und so etwas hat ja keiner! Außerdem ist er sehr robust, hält dann wohl die nächsten Jahre. Zu diesem Zeitpunkt würde ich sagen: Mein Auto für einen guten Zweck versteigen. Um ein Projekt der Hosen zu unterstützen.
Das Verrückteste, was Du für die Hosen bereits getan hast? Sonstige Kommentare:
Ich habe meinen Opel Corsa zu einem "Fanmobil" um gerüstet. Heckscheibe: Die Toten Hosen, „Wünsch dir was“, plus zwei rote Sterne, an den Seiten habe ich „Bis zum bitteren Ende“, auf der Windschutzscheibe „Helden und Diebe“, plus zwei rote Sterne und auf meiner Motorhaube klebt der Adler. Im Innerraum habe ich mir die Flagge („Bis zum bitteren Ende“) reingeklebt. Auf meinem Lenkrad stehen die die Initialen DTH, genauso wie auf meinen Fußmatten. In Kürze kommen noch angefertigte Sitze in Schwarz-Rot dazu, natürlich auch mit den Buchstaben DTH veredelt. Mein Auto ist hier sehr bekannt. Man wird immer höfflich gegrüßt und ist ein echter Hingucker. Mich kennt man meistens nicht, aber jeder hat schon von meinem kleinen Auto gehört.

Ich habe Andi, Vom und Kuddel in Hamburg im Dezember 2005 getroffen. Sie waren sehr nett. Wir standen am Seiteneingang des Schauspielhauses. Sie haben uns gesehen und uns begrüßt. Haben geduldig Fotos mit uns gemacht und Autogramme geschrieben. Das war wohl einer der besten Augenblicke, die ich mit ihnen zu vermelden habe. Leider war mir der Besuch auf Hosen-Konzerten früher nie erlaubt. Meine aktive Zeit auf Konzerten und Festivals startete erst mit 17. Doch Fan bin ich schon seit zehn Jahren. Ich hoffe, das jetzt alles nachholen zu dürfen.

Interview mit Stefanie:

Wie viel Zeit hat Dich das falsche Umsteigen auf dem Weg zum "Heimspiel" gekostet und wie konnte das passieren?

Es war geplant, dass wir mit der Bahn in circa fünf Stunden in Düsseldorf ankommen würden. Laut Plan sollten wir viermal umsteigen. Bei einem Mal überschnitt sich leider unsere Ankunfts- mit der Abfahrtszeit. Was passierte: falscher Zug, Panik, neue Planung, neuer Zug. Nach circa sieben Stunden, eventuell auch etwas mehr, kamen wir schließlich doch noch in Düsseldorf an.

Du erzählst von einer unvergessliche Nacht am Bahnhof nach dem Konzert. Wie habt Ihr Eure Zeit am Düsseldorf Hbf verbracht?

Ein guter Kumpel und ich haben circa sechs Stunden am Bahnhof gewartet – und dadurch viele Bekanntschaften geschlossen. Im Laufe der Nacht kamen immer mehr Leute zurück zum Bahnhof. Manche schliefen, manche redeten, manche hörten einfach nur Musik. Was für mich persönlich so faszinierend war, dass alle ganz friedlich waren, sich zueinander gesellten und miteinander quatschten. Selbst die Bahnangestellten ließen uns in Ruhe. Mit einigen Leuten stehe ich heute noch in Kontakt. Ich war schon auf vielen Konzerten, aber so kontaktfreudig und stressfrei habe ich noch nie eine Konzertnacht ausklingen lassen.

Wie viele Stunden hast Du schon in Deinen DTH-Wagen gesteckt?

Also, ich habe den kleinen Flitzer jetzt seit zwei Jahren. In Stunden ist das schwer zu sagen. Eigentlich kommt immer eine neue Idee, und dann wird es in die Tat umgesetzt! Er ist mein ganzer Stolz, da ich in unsere Stadt einer der Ersten war, die mit dem Logo der Hosen rum gefahren ist. Nach mir gab es viele, die es mir gleich getan haben. War nett zu sehen. Aber alle kennen meinen kleinen Flitzer als den Ersten! Es heißt immer: „Da kommt die Bulli mit dem Hosen-Corsa.